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Borussia: Köppel gehört zum Team um Effenberg

VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 02.05.2011 - 08:18

Natürlich hat sich Horst Köppel gefreut, dass Borussia 1:0 gewonnen hat bei Hannover 96. Obwohl möglicherweise seine persönlichen Pläne, bald als Funktionär in dem Klub tätig zu werden, damit durchkreuzt werden können.

Horst Köppel, seit gestern Borussias Ex-Trainer.  Foto: ddp, ddp
Horst Köppel, seit gestern Borussias Ex-Trainer. Foto: ddp, ddp

Am Samstag, noch vor dem Anpfiff in Hannover, hat sich Köppel entschieden, bei der Initiative Borussia mitzumachen. Sollte das Team von Lucien Favre indes doch noch die Rettung schaffen, könnte das ein starkes Wahlkampf-Argument für die amtierende Führungsriege des Tabellen-Siebzehnten sein. Entschieden wird bei der Mitgliederversammlung Borussias am 29. Mai.

Wie und in welcher Position er tätig werden könnte, das will Köppel am Montag mit der Führungsriege der Oppositionsbewegung besprechen. Im Gespräch ist der Präsidenten-Job. Köppel ist nach Stefan Effenberg der zweite prominente Ex-Borusse, der sich offen zur Mitarbeit in der Initiative bekennt.

Effenberg wurde vor einer Woche als Sportdirektor-Kandidat vorgestellt. Zudem soll er Vorstand der Geschäftsführung werden. Eine große Machtfülle für den ehemaligen Profi, der keine Management-Erfahrung hat. Zudem will "Effe" den Trainerschein machen und hat einen Job als Experte beim Bezahlsender Sky. "Ich weiß, was ein Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tag bedeutet", versicherte Effenberg.

Bei Sky skizzierte er seine Pläne gestern Abend noch einmal, ohne indes konkreter zu werden, was das Konzept seiner Initiative angeht. "Horst Köppel ist eine wichtige Identifikationsfigur", lobte Effenberg seinen neuen Mitstreiter. Der Vorsitzende des Gladbacher Fanprojekts, Thomas Ludwig, wurde zugeschaltet. Fans hatten Effenbergs Zusammenarbeit mit der Initiative beim Spiel in Hannover kritisiert. "Tiger, du hast die falschen Freunde", stand auf einem Plakat geschrieben. Effenberg versprach Ludwig, sich auf den Dialog mit den Fans einzulassen. "Wir werden ein Gespräch führen", sagte Effenberg. Am Dienstag wird die Initiative ihr gesamtes Personalkonzept vorstellen.