Borussia Mönchengladbach: Mainz kommt langsam in Fahrt
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 16.12.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Es fehlte nicht viel zum zweiten Auswärtssieg der Saison. Kurz vor dem Spielende klatschte der Ball nach Lukas Podolskis Distanzschuss an den linken Innenpfosten und sprang danach knapp hinter die Linie zum 1:1 ins Netz. So spielte der FSV Mainz 05 am Dienstagabend im Nachholspiel beim 1. FC Köln nur 1:1, wahrte damit aber seine Serie.
Fünf Spiele in Folge sind die Mainzer nun ungeschlagen, Sonntag in Gladbach soll die sechste Partie folgen.
TAKTIK In Köln setzte Trainer Thomas Tuchel auf eine zentrale Sturmspitze und zwei Flügelstürmer. Doch da die erhoffte Durchschlagskraft ausblieb, könnte er wieder zum 4-4-2 mit Raute wechseln. Unabhängig vom System soll seine Mannschaft mit großer Laufbereitschaft kompakt verteidigen und bei Balleroberung schnell in die Spitze spielen.
BESTE SPIELER Einer der wichtigsten Leistungsträger des FSV wird im Borussia-Park verletzt fehlen. Andreas Ivanschitz setzte in den letzten Wochen mit fünf Toren und drei Vorlagen im Mainzer Angriff die Akzente. Zudem ist der FSV mit Heinz Müller und Christian Wetklo gut aufgestellt.
LETZTES AUFEINANDERTREFFEN Trotz zweimaliger Führung verlor Borussia am 20. November 2010 das letzte Heimspiel gegen Mainz 2:3. Ähnlich bitter lief es am 15. April dieses Jahres: André Schürrle erzielte kurz vor Schluss den Mainzer 1:0-Siegtreffer.
STÄRKEN Auch wenn Mainz nur sehr langsam Abstand zu den Abstiegsrängen gewinnt, sorgt die letzte Erfolgsserie für neue Sicherheit und Selbstvertrauen. Auswärts ist die Bilanz generell sehr ansehnlich: von bislang sieben Spielen hat Mainz nur eines verloren.
SCHWÄCHEN Die Unbekümmertheit und der Elan der Vorsaison gehören der Vergangenheit an. Vor allem in der Offensive hat der FSV durch die Abgänge von Schürrle und Lewis Holtby enorm an Qualität eingebüßt. Viele der elf Zugänge benötigten Zeit, um den Anforderungen ihres neuen Trainers gewachsen zu sein. So fehlen im Angriffsspiel zuweilen noch die Automatismen.
TRAINER Thomas Tuchel hat mittlerweile auch die andere Seite des Geschäfts Fußball-Bundesliga kennen gelernt. Nachdem ihm zwei Jahre lang die Sympathien entgegen flogen, gab es im Verlauf der Hinrunde auch Kritik an seinem leidenschaftlichen Treiben an der Außenlinie.
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