Borussia Mönchengladbach: Matchwinner Herrmann
VON ANDRE SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 19.12.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Borussias Flügelstürmer schoss das 1:0-Siegtor gegen Mainz nach einem starken Pass von Marco Reus. Herrmann krönte damit seinen Leistungsanstieg in der Hinrunde. "Aber ich weiß, dass ich mich noch entwickeln muss."
Das Trikot ist verdreckt, der Kopf dampft selbst Minuten nach Spielende noch. Doch Patrick Herrmann grinst trotzdem. Der 20-Jährige hat allen Grund, zufrieden zu sein. Borussia hat die Hinrunde der Fußball-Bundesliga mit einem Sieg gegen Mainz 05 abgeschlossen. Und weil dem frühen Tor von Herrmann in einem ganz schlechten Spiel kein weiteres mehr folgte, reichte es für den Flügelspieler zur Bezeichnung "Matchwinner". Es ist die Krönung auf eine Leistungskurve, die in der Hinrunde kontinuierlich nach oben zeigte.
Zu Beginn der Spielzeit war Herrmann nur Bankdrücker, bekam Kurzeinsätze. Doch Trainer Lucien Favre ermutigte den Saarländer immer wieder, gab ihm Tipps, wie er sein Spiel verbessern sollte. Die Verletzung von Stürmer Igor de Camargo bot Herrmann die Chance, sich zu zeigen. Und er nutzte sie, stand seit dem zehnten Spieltag immer in der Startelf. "Ich stehe jetzt regelmäßig auf dem Platz, ich bin zufrieden. Aber ich weiß, dass ich mich immer weiterentwickeln muss." Herrmann ist zwei Jahre jünger als Borussias Star Marco Reus. Ein Vorbild? "Zu Marco fehlt mir noch einiges", sagt Herrmann bescheiden. "Aber ich arbeite dran." In Sachen Torriecher zum Beispiel. Darin ist der U21-Nationalspieler auf einem guten Weg.
Restprogramm
Letztes Spiel Mittwoch 20.30 Uhr, Pokal-Viertelfinale gegen Schalke 04
Letztes Training im Jahr 2011 Donnerstag, 22. Dezember, danach haben die Borussen Weihnachtsurlaub.
Trainingsauftakt 2012 3. Januar, Trainingslager 5. bis 12. Januar in Belek (Türkei)
Gegen Bremen erzielte er das 1:0 per Kopf, als er im richtigen Moment in den Fünfmeterraum lief. Und gestern antizipierte er einen Pass von Marco Reus, den er Torhüter Christian Wetklo am Ende durch die Beine schieben konnte. "Das war ein bisschen wie auf der Playstation", sagte Herrmann schmunzelnd. "Marco und Mike Hanke haben eine schöne Kombination gespielt, dann kam der Steilpass in den Strafraum." Es war das einzige Tor. "Wir haben besser gespielt als in Augsburg", befand Herrmann. "Aber insgesamt war es kein gutes Spiel. Zum Glück reichte das Tor zum Sieg."
Herrmann selbst lieferte eine ordentliche Leistung ab. Manchmal traute er sich nicht, den riskanten Pass zu spielen. Manchmal fehlte ihm im Zweikampf auch ein wenig die Kaltschnäuzigkeit. Dem gegenüber standen jedoch ein paar durchaus gelungene Aktionen. Wie eben beim 1:0-Treffer zum Hinrundenabschluss. Es war sein drittes Tor in dieser Saison.
Vielleicht kommt ja noch ein Treffer dazu, beim letzten Spiel des Jahres, am Mittwoch im Pokal gegen Schalke. "Einige werden gesehen haben, was Schalke mit Bremen gemacht hat. Das wird ein harter Kampf", sagt Herrmann. Wie hart, wird man nach der Partie sicherlich wieder am Trikot mit der Nummer sieben ablesen können.
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