Borussia: Matmours Dank, Frontzecks Ziel
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Karim Matmour ist Michael Frontzeck dankbar. Weil er nicht mitspielen durfte am Sonntag in Mainz. Es ist selten, dass ein Fußballprofi für einen Trainer lobende Wort findet, weil er ihn nicht berücksichtigt.
Doch Matmour hat festgestellt, dass er die Ruhe nötig hatte nach den Strapazen beim Afrika-Cup in Angola. "Es ist gut, wenn ein Trainer an die Gesundheit seiner Spieler denkt", sagt Matmour. Frontzeck hatte besorgt festgestellt, sein Stürmer habe "ausgemergelt" gewirkt. Tatsächlich bescheinigte die Waage den Verlust von "mindestens zwei Kilogramm".
Inzwischen hat sich der 24-Jährige richtig ausgeschlafen und "gut gegessen". Zudem übt er wieder fleißig mit den anderen Borussen und schiebt Extra-Schichten auf dem Trainingsplatz. Wenn am Freitag Nürnberg kommt, dann will Matmour zumindest im Kader sein. "Es ist ein wichtiges Spiel", weiß Matmour. Eines, in dem es darum geht, Nürnberg, den Vorletzten, auf der aktuellen Distanz von neun Punkten zu halten.
Ein Heimsieg wäre ein weiterer Schritt hin zur Sorgenfreiheit, die aber nicht mit Sorglosigkeit verwechselt werden darf. Frontzecks Ziel ist Konstanz, er will ein Team basteln, das dauerhaft ohne Nöte mithalten und irgendwann vielleicht höhere Ambitionen haben kann in der Bundesliga.
Doch noch ist seine Borussia nicht gefestigt: Dem 4:3 gegen Bremen mit gnadenloser offensiver Effektivität (sechs Chancen vor der Pause, vier Tore) folgte das 0:1 in Mainz, bei dem allzu ungenau gearbeitet wurde vor dem Tor: sechs Möglichkeiten brachten keinen Treffer.
"Nicht so extrem, aber ganz ähnlich" (Frontzeck) verlief auch das Hinspiel in Nürnberg: 0:1 trotz deutlicher Überlegenheit, weil die Konsequenz fehlte. Schön wäre, wenn die Parallelität weitergeht: Denn gegen Mainz gab es daheim in der Hinrunde ein sicheres 2:0. Das wäre doch auch was gegen den "Club".
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