Borussia Mönchengladbach: Muskelfaserriss: Bobadilla fällt aus
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 17.10.2011 - 16:40Borussia Mönchengladbach (RP). Nun fällt Borussias Südamerika-Sturm komplett aus: Igor de Camargo fehlt wegen eines Bänderteilanriss im Knie ohnehin wochenlang, und nun muss Trainer Lucien zumindest in den nächsten beiden Spielen, also bei 1899 Hoffenheim und gegen Hannover 96, auch auf den Argentinier Raúl Bobadilla verzichten.
Der 24-Jährige hat sich einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen. Das ergab eine Kernspinuntersuchung am Montag. Bobadilla war beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen trotz de Camargos Abwesenheit nur zweite Wahl, da Favre Marco Reus vom rechten Flügel in den Angriff beordert hatte. Nach seiner Einwechslung gegen Leverkusen war Bobadilla weniger gut im Spiel, als bei den Partien zuvor. Jetzt muss sich Bobadilla gedulden, bis er die nächste Chance bekommt.
Durch Bobadillas Ausfall dürfte sich für den gegen Leverkusen starken Patrick Herrmann, der für Reus auf rechts spielte, die Chance ergeben, sich weiter zu zeigen. Reus dürfte nun für den Sturm gesetzt sein, zumal seine Zusammenarbeit mit Mike Hanke gut funktionierte. Herrmann erzielte gegen Leverkusen das 2:1-Führungstor und war ansonsten sehr agil. Auch Joshua King kommt nun einem Einsatz wieder näher. Denn der Norweger, den Borussia von Manchester United ausgeliehen hat, ist nun wohl die Nummer drei im Angriff der Borussen. Beim 4:1 gegen Wolfsburg hat King seinen bisher einzigen Einsatz gehabt – der dauerte vier Minuten.
„Joshua hat Power und ist sehr beweglich“, sagte Lucien Favre zuletzt über den Neuling. Für Borussias Regionalliga-Team hat King schon zweimal getroffen. Trainer Sven Demandt bescheinigte dem U21-Nationalspieler gute Leistungen in der U23.
In dieser hatte sich auch Patrick Herrmann für höhere Aufgaben empfohlen (ein Spiel, ein Tor), nachdem er „oben“ etwas den Anschluss verloren hatte. Gegen Leverkusen brauchte der U20-Nationalspieler gut 20 Minuten bis er auf Betriebstemperatur war. Dann war er viel unterwegs und stets gefährlich; sein Tor machte er in aller Ruhe. Am Samstag, wenn Borussia bei Hoffenheim antritt, hat er daher beste Chancen, wieder in der Startelf zu stehen.
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