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Borussia: Nur der Trend spricht für Gladbach

VON ROLAND LEROI - zuletzt aktualisiert: 08.05.2011 - 11:01

Drei Manschaften, drei Spiele, drei Gegner, für die es nur noch um Ehre und Punktprämien geht: Der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga geht am 34. Spieltag in die letzte Runde. Und es ist noch alles möglich. Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt zittern, hoffen und flehen. Am Ende wird die Qualität entscheiden - und zwar die Qualität der Nerven.

Der Trend spricht eindeutig für Borussia Mönchengladbach. Nach dem 2:0 über Freiburg feierten die Fans der "Fohlen" so ausgelassen, als hätten sie die Rettung schon perfekt gemacht. So weit ist es noch lange nicht, der dritte Sieg in Serie untermauert aber das gewachsene Selbstbewusstsein der Borussia. Plötzlich können sie Berge versetzen. Und natürlich auch am 34. spieltag beim Hamburger SV gewinnen.

Gelingt auch dieser vierte Sieg, ist sogar die direkte Rettung ganz ohne Relegation möglich. Gladbach ist momentan 16., hat Frankfurt überholt und ist punktgleich mit Wolfsburg auf Rang 15. Wolfsburg muss in Hoffenheim antreten, Frankfurt beim Meister in Dortmund.

Es ist ein Irrglaube, dass die Güteklasse der Gegner und die entsprechenden Konstellationen etwas über die Abschlusstabelle aussagen. Natürlich will der BVB die Übergabe der Meisterschale mit einem Sieg über Frankfurt krönen. Gelingt der Eintracht aber ein frühes Tor, könne der Widerstand der Dortmunder gebrochen sein. Feten gehen an die Konzentration - und den Titel feiern sie ohnehin. Auch bei einer Pleite gegen die Hessen, die dann mitfeiern könnten. Verliert Gladbach in Hamburg, würde Frankfurt sogar ein Remis reichen, um Gladbach zu überholen.

Für Wolfsburg gelten identische Voraussetzungen. Wolfsburg und Frankfurt versagten die Nerven bereits am 33. Spieltag. Auch Gladbach war gegen Freiburg lange blockiert, erst nach der Pause löste sich der Knoten. Deutlich gegen Frankfurt spricht allerdings, dass dort die Fans außer sich sind und Trainer Christoph Daum für den Abstiegsfall bereits seinen Abgang angekündigt hat. Bei den Hessen wartet er noch auf seinen ersten Sieg. Viel Porzellan ist bereits zerschlagen. 

Soviel zur Theorie und dem Trend. Alles andere ist offen. Alles kann passieren, nichts muss. Entscheidend ist auf dem Platz. Die Erkenntnis von Adi Preißler ist 40 Jahre alt - und auch am 34. Spieltag dieser Saison gültig. 

Quelle: RPO

 
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