Borussia Mönchengladbach: Offensive: Anträge der Initiative prüfen
zuletzt aktualisiert: 17.05.2011Die Mitgliederoffensive 2007/2011 hält die Satzungsanträge der Initiative Borussia für problematisch im Sinne der Vereinssatzung. Das teilte die Gruppierung um Michael Weigand, die wie die Initiative Anträge auf Satzungsänderungen für die Mitgliederversammlung am 29. Mai eingereicht hat, gestern auf einer Pressekonferenz mit.
"Wir haben juristische Bedenken, was die Satzungsänderungsanträge der Initiative angeht. Wir bitten Borussia, die Anträge noch vor der Mitgliederversammlung zu prüfen", sagte der angehende Jurist Bernhard Stein, Mitglied der Offensive.
Zudem stellte die Offensive mit dem Münsteraner Dr. Jürgen Kämper und dem Mönchengladbacher Michael Lang zwei Unternehmer vor, die die Ideen der Gruppe unterstützen und sich vorstellen können, ab 2012 im Aufsichtsrat des Klubs mitzuarbeiten. Auch Thomas Ludwig vom Fanprojekt bekannte sich zu den Ansätzen der Offensive, die Borussia zu einem Mitgliederverein machen will.
"Borussia als echter Mitgliederverein – das passt zu unserer Tradition und das ist der Erfolgsweg für Borussias Zukunft, in sportlicher wie in wirtschaftlicher Hinsicht", sagte Kämper.
Borussia selbst reagierte am Nachmittag auf die Forderung der "Offensive". "Auch wir haben den fraglichen Antrag der Initiative Borussia formal und materiell-rechtlich prüfen lassen. Formal liegen keine Bedenken vor. Erhebliche Bedenken sehen die Vereinsjuristen allerdings bei der Frage der inhaltlichen Zulässigkeit.
Diese Prüfung steht aber nicht dem Verein, sondern dem Registergericht zu, das bei einem Votum der Mitgliederversammlung für den Antrag die Eintragung ins Vereinsregister vernehmen müsste", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers.
Derweil gab Stefan Effenberg, Frontmann der Initiative, bekannt, dass er "nicht umfallen" werde. Das hatten Fans nach einem Treffen mit "Effe" vermutet.
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