Borussia Mönchengladbach: Platzek freut sich auf die alten Kameraden
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 03.09.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Für Borussias U23 ist das Regionalliga-Spiel am Sonntag (14 Uhr) kein gewöhnliches. Denn zum einen sind Spiele im großen Borussia-Park für die junge Nachwuchs-Mannschaft noch immer etwas Besonderes, zum anderen hat auch der Gegner Rot-Weiss Essen immer noch einen besonderen Klang, auch wenn die großen Zeiten zwischen Helmut Rahn und Willi Lippens längst vorbei sind.
Der zwischenzeitlich bis in die NRW-Liga abgerutschte Kult-Verein ist als Aufsteiger in die Regionalliga West gut gestartet, belegt nach dem 3:1 gegen Verl in der englischen Woche, in der Borussia spielfrei hatte, den dritten Platz. "Gegen Verl war es 70 Minuten lang kein besonders gutes Spiel, aber die Essener haben an den Sieg geglaubt und Verl dann auch zu Fehlern gezwungen", sagt Borussen-Coach Sven Demandt, der sich das Spiel ansah.
Auch für Demandt ist Rot-Weiss Essen kein Verein wie jeder andere. "Ich habe an der Hafenstraße mal in einem Spiel vier Tore geschossen. Das war das einzige Mal, dass mir das als Profi gelungen ist", erinnert sich Demandt. Viel intensiver ist die Erinnerung an die Zeit als Jugendtrainer in Essen. "Nach der Insolvenz musste der Verein ja auf die Jugend setzen, und einige Jungs, die ich noch aus der Zeit kenne, spielen jetzt in der Ersten Mannschaft", weiß Demandt.
Noch Kontakte nach Essen
Aus der Essener Jugend empfahl er in seiner Zeit als Gladbacher U19-Trainer auch Marcel Platzek, für den das Spiel gegen seine alten Essener natürlich auch etwas Besonderes ist. "Mit Leon Enzmann habe ich noch Kontakt, hin und wieder auch mit Dirk Jasmund", erzählt Platzek. Beide Essener stammen, wie Platzek, aus dem Jahrgang 1990.
Platzeks aktueller Trainer Sven Demandt sieht beim ehemaligen Essener eine gute Entwicklung, die noch nicht abgeschlossen ist. "Er hat sich von einem guten Reservisten zu einem Stürmer entwickelt, der eigentlich spielen muss", sagt Demandt, der bei Platzek noch immer Luft nach oben sieht.
Das geht dem Angreifer selbst genauso. "Ich habe im Sommer für zwei Jahre verlängert, weil ich spüre, dass ich hier im Training jeden Tag dazu lerne. Vielleicht fehlt mir einfach nur ein Erfolgserlebnis", sagt Platzek. Da würde sich ein Tor gegen den Ex-Klub natürlich blendend eignen.
Personell war die Situation für Borussias Zweitvertretung allerdings schon besser. Dennis Dowidat, Michael Stuckmann und Jesse Weißenfels fallen weiterhin aus. Eric Schaaf hat beim Test gegen die Mannschaft der Vereinigung der Vertragsfußballer, das die U23 am Dienstag 1:2 verlor, wieder eine Halbzeit gespielt. Zudem ist auch Sascha Tobor fraglich, ein Einsatz eher unwahrscheinlich.
"Joshua King ist nicht da, und wenn Yuki Otsu und Niklas Dams beim Test der Profis am Samstag spielen, werden sie uns wohl auch nicht zur Verfügung stehen", weiß Demandt, dass er von "oben" auch nicht viel zu erwarten hat. "Dann wird es natürlich langsam etwas enger." Eine Mannschaft, die den Essenern Paroli bieten kann, wird aber wohl auf jeden Fall auf dem Feld stehen.
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