Borussia Mönchengladbach: Praktikant Neuville sieht den fünften Sieg der U23
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 19.09.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Fussball Bereits nach acht Minuten hatte ein Großteil der Anhänger des Wuppertaler SV im Grenzlandstadion genug gesehen. Denn Borussias U23 führte da schon 2:0, und zusammen mit den bisher absolvierten sieben Partien hatten etwa drei Viertel der rund 300 Wuppertaler zu diesem Zeitpunkt genug gesehen.
Die übereilte Abreise hätte sich beinahe gerächt. In der letzten Minute wäre den Wuppertalern um ein Haar noch das 4:4 gelungen. "Aber den Ball hat Janis Blaswich phantastisch gehalten", befand Borussias Coach Sven Demandt, der sich nach dem 4:3-Erfolg über den fünften Sieg in Folge freuen konnte.
Torjäger Heubach
Nach einem solchen Krimi hatte es lange nicht ausgesehen. Denn Tim Heubach entwickelt sich bei den Borussen allmählich zum Torjäger. Der Innenverteidiger war in der sechsten Minute und auch wenige Sekunden nach dem Wiederbeginn zweimal mit dem Kopf zur Stelle, hat inzwischen nach sieben Spielen bereits sechs Treffer auf dem Konto.
Dazwischen zeigte in der achten Minute Joshua King sein Potenzial, als er auf der linken Seite antrat, zwei Gegenspieler und den Torhüter umkurvte und zum 2:0 einschob. "Sein Gesamtpaket ist vor dem Hintergrund, dass er auch erst 19 Jahre alt ist, wirklich enorm", sagte dazu Trainer Demandt. Und King war einer von sechs Spielern aus dem Jahrgang 1992, die gegen Wuppertal zum Einsatz kamen.
Genau in dieser Jugend liegt aber wohl auch der Grund, dass es doch noch einmal eng wurde. Das 1:3 resultierte aus einem unglücklichen Eigentor von Erdem Bastürk, doch aus dem Tritt kam die Mannschaft erst ein wenig nach dem 2:3 von Christian Knappmann in der 66. Minute. Neben den vielen 19-Jährigen war aber mit Amin Younes auch noch ein 18-jähriger Borusse auf dem Platz, der das wichtige 4:2 besorgte. "Auch Sascha Tobor hätte beim Stand von 3:1 schon alles klar machen können", sagte Demandt, und auch King hatte nach 53 Minuten und einem weiteren tollen Solo das 4:0 auf dem Fuß gehabt.
Wenig zu sehen war indes wieder von Yuki Otsu, der nach einer Stunde seinen Platz für Tobor räumte. Elias Kachunga musste derweil mit einer Platzwunde an der Augenbraue nach 25 Minuten vom Feld. Am Ende mussten die Borussen bei hohen Bällen gegen lange Wuppertaler noch einmal zittern, doch es brannte nichts mehr an.
"Ich habe in der zweiten Halbzeit viel herein gerufen, aber so viel Einfluss kann man da doch nicht nehmen", sagte der Trainer, der erstmals seinen Praktikanten Oliver Neuville neben sich sitzen hatte.
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