Borussia Mönchengladbach: Respekt ja – Angst nein
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 27.08.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Er hat sie alle gesehen. Schalke in Stuttgart, Schalke gegen Köln, Schalke in Mainz, Schalke in und gegen Helsinki – Lucien Favre überlässt nichts dem Zufall.
Akribisch bereitet Borussias Trainer sich und seine Mannschaft auf den kommenden Gegner vor. Und dazu gehört auch ausgiebiges Video-Studium vor dem Duell seiner Schützlinge in Gelsenkirchen (morgen, 17.30 Uhr).
Nicht umsonst sagt Favre: "Wir brauchen nicht so viel über Schalke reden – wir wissen alles über sie." Doch dann erzählt er doch. Davon, dass er vom 6:1-Erfolg gegen Helsinki nicht sonderlich überrascht war zum Beispiel. "Schalke hatte schon im Hinspiel einige Chancen", sagt der Schweizer.
Oder über die Torgefahr der Gelsenkirchener. "Sie spielen sehr offensiv, betreiben ein hohes Pressing", sagt der 51-Jährige, der die Stürmer Huntelaar, Raul und Farfan lobt. Doch auch Schalke ist zu knacken. "Sie haben Schwächen", weißt Favre. "Doch darüber werde ich nichts sagen." Er erklärt lieber, wie sein eigenes Team spielen sollte. Nämlich genau so wie zu Hause. "Wir müssen Druck machen", fordert er, "den Weg nach vorne suchen, Ballbesitz halten."
Personell hat Favre kaum noch Probleme. Einzig Martin Stranzl fällt aus. "Er trainiert wieder, aber er ist noch nicht fit." Über die vermeintlichen Meisterschaftsambitionen seines Abwehrspielers kann Favre indes nur schmunzeln. "Er darf das sagen. Wir leben in einer Demokratie", sagt Favre. "Aber ich weiß es besser. Und ich bestätige: Es wird eine schwere Saison. Wir müssen früh viele Punkte sammeln." Mit drei Zählern auf Schalke hätte Borussia das Hinrundenergebnis der vergangenen Saison bereits egalisiert. Doch leicht wird die Aufgabe nicht. "Wir haben Respekt", sagt Favre. "Aber keine Angst."
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