Borussia: Rotbäckchen und viel Ehrgeiz
VON O. E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 28.01.2010Tobias Levels könnte im Moment glatt als Rotbäckchen-Werbegesicht auftreten. Nein, nicht aus Verlegenheit über den nicht so recht nach Wunsch gelaufenen Start ins neue Jahr.
Die besonders roten Backen des Verteidigers kommen von viel Bewegung an frischer Luft – bei eisigen Temperaturen. Auch wenn das Thermometer sich am Mittwoch gegen Mittag ein wenig der Null-Grad-Grenze näherte (von unten, versteht sich): Im windigen Borussia-Park ist es gefühlt immer noch ein paar Grad kälter. Doch die Spieler sehen frisch und gesund aus.
Und sie hatten auch am Mittwoch ihren Spaß bei der Arbeit. Die kann sie ohnehin nicht mehr richtig schrecken seit den 90 Minuten am Samstag beim 0:0 in Berlin, wo die Temperatur am Ende gegen 15 Grad minus tendierte. "Da ist es hier schon angenehmer", sagt Thorben Marx.
Tobias Levels blickt durchaus zuversichtlich nach vorne. "Den Start gegen Bochum hatten wir uns zwar anders vorgestellt als mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Bochum. Doch am Samstag kommt wieder ein großer Gegner. Da müssen wir punkten", sagt Levels zur Heimpartie gegen Werder Bremen. Und vielleicht ist Stürmer Rob Friend nach überstandener Fersenverletzung ja wieder dabei.
Am Mittwoch hat er jedenfalls mittrainiert. "Ein ganz wichtiges Spiel am Samstag, ein Heimspiel. Da wollen wir den ersten Rückrundensieg holen. Und das geht nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung", ergänzt Thorben Marx, der wie Tobias Levels einer der eifrigsten Arbeiter auf dem Fußballplatz ist – ob Hitze herrscht oder klirrende Kälte.
Natürlich wären Borussia ein paar Grad mehr lieber. Und das auch, weil weniger Kälte noch den einen oder anderen Besucher mehr anlocken könnte. Der sein Eintrittsgeld ausnahmsweise nicht in die Vereinskasse zahlt, sondern für den guten Zweck. Denn Borussia gibt jeden Euro, der seit vergangener Woche Dienstag (da waren 44 000 Plätze weg) aus Eintrittsgeldern für das Spiel gegen Bremen hereinkommt, weiter an die Erdbebenopfer in Haiti. 2500 Karten sind seitdem noch verkauft worden, was schätzungsweise 50 000 Euro für Haiti macht. Ob es noch mehr wird, Borussia?
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