Borussia Mönchengladbach: "Roten Teufeln" fehlt das Feuer
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 17.02.2012Borussia Mönchengladbach (RP). Der 1. FC Kaiserslautern hat seit elf Spielen nicht mehr gewonnen und stellt mit 15 Toren die harmloseste Offensive der Liga. Trotzdem bleibt die sportliche Leitung in der Pfalz ruhig, das war schon im vorigen Jahr das Erfolgsrezept.
Es war ordentlich Bewegung drin in der Winterpause beim 1. FC Kaiserslautern. Der vom Abstieg bedrohte Traditionsverein verpflichtete fünf neue Spieler – und ließ dafür acht Akteure ziehen. Mit dem neuen Kader soll die Mission Klassenverbleib gelingen. Dass dies nicht einfach wird, haben bereits die ersten vier Partien der Rückrunde gezeigt: Zwei Punkte holten die "Roten Teufel" dort, so dass sie mittlerweile seit elf Spielen auf einen Sieg in der Bundesliga warten.
TAKTIK Am vergangenen Spieltag beim FC Bayern wählte Trainer Marco Kurz eine defensive 4-1-4-1-Variante. Doch im Heimspiel gegen die Borussen wird Lautern wohl wieder mit einem Vierer-Mittelfeld und zwei echten Spitzen antreten. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings weiterhin auf einer kompakten Abwehr, aus der heraus die Pfälzer schnell und geradlinig nach vorne spielen wollen.
BESTE SPIELER Kaum ein Lauterer hat in dieser Saison bislang wirklich überzeugen können. Torhüter Kevin Trapp hält solide, doch die anderen Leistungsträger wie Mittelfeldmotor Christian Tiffert laufen ihrer Form der Vorsaison hinterher. Insofern ruhen die Hoffnungen auf Zugänge wie Verteidiger Anthar Yahia oder Stürmer Sandro Wagner sowie auf dem wieder genesenen Abwehrspieler Jan Simunek.
LETZTES AUFEINANDERTREFFEN Mohamadou Idrissou hat sicher keine guten Erinnerungen an Borussias letztes Gastspiel auf dem Betzenberg. Gladbachs Ex-Stürmer traf am 30. Oktober 2010 beim Stand von 0:0 aus wenigen Metern das leere Tor nicht – Borussia verlor schließlich 0:3. Wesentlich besser lief es in dieser Hinrunde. Juan Arango sicherte mit einem Volleyschuss Borussia den 1:0-Erfolg.
STÄRKEN Kaiserslautern steht im Tabellenkeller – und bewahrt die Ruhe. Die Pfälzer sind sich ihrer Aufgabe im Abstiegskampf bewusst, schon im vergangenen Jahr bewährte sich die Unaufgeregtheit, als sie Misserfolgsphasen überstanden und am Ende gar Siebter wurden. Während die Defensive noch ordentlich funktioniert, soll der Zukauf mehrerer Angreifer die Abschlussschwäche beheben.
SCHWÄCHEN Denn im Sturm drückt dem FCK der Schuh am ärgsten. 15 Tore hat Lautern bisher erst erzielt. Schon zehnmal ging es komplett leer aus und stellt die harmloseste Offensive der Liga. Das liegt allerdings nicht nur an der ziemlich brachliegenden Kreativabteilung. Den "Roten Teufeln" fehlt es mitunter am nötigen Feuer, der Betzenberg ist nicht die Festung der vergangenen Tage, bisher stehen in zehn Heimspielen nur zwei Siege und sieben Tore zu Buche.
TRAINER Seit mittlerweile zweieinhalb Jahren ist Marco Kurz Cheftrainer beim FCK. Bislang hat er mit dem Wiederaufstieg und dem letztlich souveränen Klassenerhalt und Platz sieben in der vergangenen Saison beachtliche Erfolge aufzuweisen. Insofern überrascht es auch nicht, dass der 42-Jährige trotz der derzeitigen Lage in der Pfalz nicht in die Bredouille geraten ist.
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