Borussia Mönchengladbach: Rupps ordentliches Debüt
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 05.07.2011 - 07:43Mönchengladbach (RP). Der 20-jährige Zugang vom Karlsruher SC spielte gestern Abend beim Derby-Cup in Aachen erstmals für Borussia. Er machte seine Sache nach wenigen Trainingseinheiten schon gut. Insgesamt konnte Gladbach aber nicht überzeugen.
In den beiden bisherigen Testspielen in Borussias Saisonvorbereitung hatten Lukas Rupp und Torhüter Marc-André ter Stegen noch keine Sekunde absolviert. Im Auftaktspiel gegen Fortuna Düsseldorf beim Derby-Cup in Aachen standen beide jedoch auf dem Platz.
Während ter Stegen seinen Stammplatz im Borussen-Tor für die kommende Saison sicher hat, bot sich für Rupp die Gelegenheit, sich zu beweisen. Der 20-Jährige spielte auf dem rechten Flügel - und tat dies ordentlich, ohne jedoch nachhaltige Akzente zu setzen.
Reus und Jantschke halfen
„Er hat erst zweieinhalb Mal trainiert“, sagte Trainer Lucien Favre. „Aber man sieht - er bewegt sich sehr gut. Er ist noch jung, muss sich erst einfinden.“ Dabei halfen ihm Tony Jantschke und Marco Reus. „Die beiden haben mir gesagt, wo ich hinlaufen muss“, sagte der Debütant. „Ich denke, das war ein ordentlicher Einstand für mich“.
Dazu trug gegen Fortuna auch Marco Reus maßgeblich bei. Er beschäftigte Fortunas Hintermannschaft ständig, er feuerte auch die beiden einzig gefährlichen Schüsse auf das Tor von Keeper Michael Ratajczak ab. Effektiv war das alles zwar noch nicht - aber das kann ja noch werden. Das gilt auch für Borussias Elfmeter-“Stärke“ - gegen Fortuna verschossen Roel Brouwers und Dennis Dowidat gleich beide Elfer. Und verhalfen Düsseldorf so zum vorzeitigen Cup-Sieg.
Was Borussia im zweiten Spiel des Abends - in komplett veränderter Formation - ablieferte, war bedenklich. Die voraussichtliche Stamm-Innenverteidigung um Dante und Martin Stranzl (mit den Außenverteidigern Oscar Wendt und Matthias Zimmermann) geriet gegen den Zweitligisten einige Male gehörig ins Wanken. Auch, weil die Vorderleute kaum ins Spiel fanden. Einmal musste Oscar Wendt auf der Linie klären, einmal rettete die Latte. Die einzige Gladbacher Chance der Partie vergab Dante per Kopf. Auch Testspieler Asmir Kajevic spielte in der zweiten Halbzeit. „Er hat Qualität, das sieht man. Aber er ist ebenfalls jung.“
Die Auftritte Borussias insgesamt sah der Coach indes nicht so eng. „Aachen war die stärkste Mannschaft des Turniers“, sagte Favre hinterher. „Unsere zweite Halbzeit war deutlich weniger gut als die erste. Aber letztlich war es nur ein Training für uns. Wir haben heute morgen noch 70 Minuten hart trainiert.“ Dennoch hinterließ der Erstligist Borussia in Aachen keinen sonderlich guten Eindruck. Im Gegenteil. „Erste Liga - keiner weiß warum“, sangen die Alemannia- Fans höhnisch. Zum Glück hat Borussia noch einige Testspiele, um sich die Tauglichkeit für das Fußball- Oberhaus zu erarbeiten. Sie wird die Partien brauchen.
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