Borussia Mönchengladbach: Sieg genießen - mehr nicht
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010Es gibt Siege, die sind mehr wert als drei Punkte. Ein solcher ist das 6:3 der Borussen in Leverkusen. Er hat gezeigt, zu was die Mannschaft von Michael Frontzeck in der Lage ist. Sie kann wunderbaren Konterfußball spielen. Und sechs Tore sind gut für das Selbstvertrauen.
Das Problem: Spiele wie dieses 6:3 wecken Begehrlichkeiten. Die Fans sangen von der Meisterschaft (sicher auch um "Vizekusen" zu ärgern), Sportdirektor Max Eberl erwartet "tolle Schlagzeilen". Euphorie ist erlaubt am Ende eines solchen Tages. Doch sollte gelten, was nach Niederlagen gilt: Mund abputzen und weitermachen.
Ein hübsches Spiel ist nichts wert, wenn das nächste eine böse Überraschung bringt. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Gegner wie Frankfurt, das nun kommt, laden nicht "zu Partys ein" (Bayer-Coach Jupp Heynckes).
Da fällt es schwerer zu zaubern und zuweilen auch zu gewinnen, siehe den Auftakt gegen Nürnberg. Darum mahnen Frontzeck und Eberl zurecht zu Besonnenheit und Bodenhaftung. Das 6:3 in Leverkusen war ein Sieg zum Genießen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
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