Borussia Mönchengladbach: Sponsoren sind besorgt wegen der Initiative
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 04.05.2011Nicht nur Teile der Fans äußern ihre Bedenken wegen der Aktivitäten der Initiative Borussia, auch bei vielen Sponsoren sorgen die Pläne für Unmut. Michael Hollmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Bolten-Brauerei, hat sich in einem Brief an die Mit-Sponsoren gewendet.
"Borussia braucht sicher Veränderungen, aber in Ruhe und mit Überlegung und nicht als Revolte", schreibt Hollmann. Er stellt klar, dass er kein Interesse an einer Position im Präsidium hat, sondern sich äußere, "weil ich Borusse bin und mir der Verein am Herzen liegt".
Die sportliche Situation lasse zu wünschen übrig. Dies auf reformbedürftige Strukturen zurückzuführen, sei jedoch völlig falsch. Die Initiative habe im Verlaufe der vergangenen Wochen mehrfach ihre Strategie gewechselt. Er wirft dem Zusammenschluss populistische Parolen vor, die dem Image des Vereins schadeten. Zudem sei der Zeitpunkt des Vorstoßes unglücklich. Hollmann: "Alle echten Fans treibt im Moment nur eines um: der Klassenerhalt.
" Auf seinen Brief bekam der Bolten-Chef, der einst dafür sorgte, dass Jever Trikotsponsor wurde, ausschließlich positive Rückmeldungen. "Die Personalie Effenberg hat die Skepsis bei den Sponsoren noch einmal größer werden lassen", beschreibt Hollmann seinen Eindruck aus etlichen Gesprächen, Mails und Briefen. Viele Wirtschaftsleute bezweifelten die Qualifikation Effenbergs für die ihm zugedachten Ämter. Von Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn etwa sei bekannt, dass er sich nach seiner aktiven Zeit systematisch weiter gebildet und damit auf neue Aufgaben vorbereitet habe.
Von Effenberg habe man diesen Eindruck nicht . Ob ausgerechnet er der Richtige sei, mit großer Machtfülle ausgestattet zu werden, ist nach Überzeugung der Sponsoren sehr fraglich. Hollmann hatte in seinem Brief auch Kritik an der jetzigen Vereinsführung anklingen lassen. So sei aus seiner Sicht eine Verjüngung in den Gremien anstrebenswert. Man dürfe allerdings nicht alles über einen Kamm scheren. "Es wäre extrem schade, wenn die bisherige gute und kontinuierliche Arbeit, welche nicht nur den Tabellenplatz dokumentiert wird, nicht fortgesetzt werden könnte", so Hollmann in dem Schreiben.
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