Borussia Mönchengladbach: Sprungbrett zur Bundesliga
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 10.06.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Borussias U23 ist aufgestellt für die neue Saison. Neben Neuen von anderen Vereinen rücken sechs Spieler aus der eigenen Jugend nach oben. Natürlich träumen alle vom Sprung in die oberste Klasse.
Auf dem Weg in die neue Saison sind bei Borussias U23 fast alle großen Baustellen bearbeitet. Von Mirhudin Kacar, Lukas Pirschel und Ekrem Engin hat der Verein sich getrennt, aus der eigenen Jugend rücken sechs Spieler nach.
Neben Torhüter Martin Kompalla und Innenverteidiger Tim Harmes wird das Mittelfeld durch Alexander Bieler und Necirwan Khalil Mohammad verstärkt. In der Offensive sollen sich Christopher Mandiangu, einst als eines der größten deutschen Talente gehandelt (sogar der FC Liverpool war mal interessiert), und Jesse Weißenfels beweisen.
Zudem kommt mit Mike Odenthal ein weiterer Mittelfeldspieler vom Bonner SC hinzu. "Er hat in der A-Jugend eine ganz starke Saison gespielt, ist Linksfuß und kommt aus der Region, weiß also, was es heißt, für Borussia zu spielen", sagt Amateurdirektor Roland Virkus über den 19-Jährigen, aus Grevenbroich stammenden Zugang. "Er hatte auch ein Angebot vom 1. FC Köln, hat sich aber für uns entschieden."
So geht es weiter
Aktivitäten abgeschlossen? Sollte sich Tim Heubach für Borussia entscheiden, steht der Kader für die neue Saison. "Wenn er sich anders entscheidet, werden wir besprechen, ob wir noch einmal aktiv werden", sagt Roland Virkus.
Trainingsauftakt Am 27. Juni steht das erste Training der U23 an, am 1. Juli wird gegen Maccabi Tel Aviv erstmals getestet. Ins Trainingslager in Goch geht es vom 18. bis 22. Juli, bevor am 6. August die Saison startet.
Heubach muss sich entscheiden
Nur eine Frage ist noch offen, und die soll sich spätestens heute klären. "Wir haben Tim Heubach Zeit gegeben, sich zu entscheiden, ob er hier noch einmal unterschreibt", verrät Virkus. "Der Junge war drei Jahre lang Profi und hat, was ich verstehen kann, natürlich einen höheren Anspruch."
Der Status als Profi existiert für Virkus allerdings im Prinzip nur auf dem Papier. "Wenn ein junger Spieler einen Profivertrag hat, sagt das noch gar nichts. Denn ein Spieler kann es genauso gut bis in die Bundesliga schaffen, ohne schon Profi zu sein", stellt der Jugend- und Amateur-Chef klar.
Ein Status, den mit Dennis Dowidat, Julian Korb und Niklas Dams drei Spieler jetzt haben, die aus den Reihen der U23 kommen und nun zu "oben" gehören. "Ob sie weiter bei uns zum Einsatz kommen oder es oben im Bundesligakader schaffen, liegt ganz alleine bei Ihnen. Das gilt auch für die Spieler in der U19. Wer da durch Leistung überzeugt, ist schneller in der U23, als er sich versieht", stellt Virkus klar. Das könnte etwa für Moritz Göttel gelten, der in der A-Jugend mehrfach gezeigt hat, die Voraussetzungen für ein vorzeitiges Aufrücken mitzubringen.
Der Kader, dessen Größe mit 21 Spielern in etwa gleich bleibt, aber wohl in Zukunft im Normalfall auf mehr junge Spieler aus dem Profikader zurückgreifen kann, sollte für Virkus stark genug sein, den fünften Platz der abgelaufenen Saison zu bestätigen. "Druck gibt es ja in dem Sinne nicht, weil durch die Ligen-Reform keiner absteigen kann", erklärt Virkus.
Derzeit befürchtet der Amateurdirektor noch nicht, dass die neue Struktur ab 2012 mit fünf Regionalligen Folgen für die Ausbildungsqualität haben könnte: "Man muss die Amateurvereine verstehen, die Probleme mit dem Spannungsfeld zwischen einem schlagkräftigen Kader und wirtschaftlichem Arbeiten bekommen."
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