Borussia Mönchengladbach: Ter Stegen: "Die Niederlage war ärgerlich"
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 02.10.2011 - 11:02Freiburg (RP). Ein dummes Tor bekommen, selbst einige gute Chancen nicht genutzt, verloren: "Die Niederlage war sehr ärgerlich", sagte Borussias Torhüter Marc-André ter Stegen. Sein Gegenüber Oliver Baumann war der Held beim 1:0-Sieg des SC Freiburg gegen ter Stegens Borussen. Nicht nur, weil er in der 90. Minute hielt, als Marco Reus die letzte eines halben Dutzend guter Gladbacher Chancen hatte.
Baumann war immer sicher zur Stelle, wenn es brannte, zudem arbeiteten die Gladbacher vor dem Tor zu ungenau. So reichte den Freiburgern das Tor von Johannes Flum, um am Ende zu jubeln. "Das Gegentor war sehr ärgerlich, der Ball wurde abgefälscht. Ich war schon auf dem Weg zum Ball, aber als er die Richtung änderte, war nichts mehr zu machen", sagte ter Stegen.
"Aber es lag nicht an dem Gegentor, wir haben einfach das Tor nicht gemacht", sagte der Torwart. "Wir haben gute Möglichkeiten herausgespielt, umso mehr ärgert es mich, dass wir in Freiburg verloren haben", sagte Trainer Lucien Favre.
Der perfektionistische Schweizer monierte vor allem, dass dem Spiel der Borussen die Schnelligkeit in Kopf und Körper fehlte. "Laufen, passen, antizipieren, denken – das war nicht schnell genug", sagte Favre. "Wir brauchen in solchen Spielen mehr Geduld", sagte Favre.
"Es ist ärgerlich. In der zweiten Halbzeit waren wir aggressiver, aber wir haben das Tor nicht gemacht. Aber wir müssen keinen Alarm machen, wir müssen alles genau analysieren und hart arbeiten, damit wir gegen Leverkusen wieder punkten können", sagte Verteidiger Dante. "Wir müssen die Niederlage aufarbeiten. Aber insgesamt haben wir es nicht so schlecht gemacht, es fehlten eben die Tore", sagte sein Nebenmann Martin Stranzl und warnte ebenfalls, nun einen Negativstrudel zu befürchten. "Wir müssen ruhig bleiben, wie nach den Siegen", sagte Stranzl.
"Ich freue mich, dass ich gespielt habe. Aber wir haben verloren, und es geht nur um das Ergebnis", sagte der Schwede Oscar Wendt. Weil Filip Daems eine Entzündung am Schienbein hat und Antibiotika nehmen muss, wurde der Kapitän geschont.
So kam Wendt zu seinem Gladbach-Debüt. "Er hat es gut gemacht", lobte Favre, dessen Team nach drei Siegen in Folge wieder verlor.
"Dass wir die 16 Punkte haben, ist gut. Wir dürfen uns nicht beschweren. Man kann nicht immer ganz oben sein, wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor einigen Monaten standen. Wir müssen mit der bisherigen Bilanz zufrieden sein. Wir haben einige gute Spiele gemacht, heute war es nicht so gut, die Niederlage musste nicht sein", sagte Favre. Freiburg ist fast traditionell kein gutes Pflaster für die Borussen.
Schon in den letzten beiden Jahren gab es Pleiten, da jeweils ein 0:3. Nun endete im Breisgau eine hübsche Siegesserie mit dem 0:1. "Wir dürfen einfach nicht an große Ziele denken, das nächste Spiel ist gegen Leverkusen, auch das ist ein schwerer Gegner", sagte Dante.
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