Borussia: Ziege: "Stelle keinen an den Pranger"
zuletzt aktualisiert: 13.10.2008Christian Ziege stellt sich nach dem 0:3 im Test gegen den 1. FC Kaiserslautern in einem Interview den Fragen von Thomas Grulke.
0:3 im Testspiel am Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Sind Sie sehr enttäuscht, dass sich kein Spieler aufgedrängt hat?
Christian Ziege: Ich kann es nachvollziehen, dass die Spieler in unserer Situation fußballerisch Probleme haben, sich wenig zutrauen oder zum falschen Zeitpunkt die falsche Idee haben. Doch eines kann man immer machen: als Mannschaft dagegen halten. Und es ist unverständlich, warum wir das in der ersten Halbzeit nicht gemacht haben.
Dabei waren alle beim Training in den letzten Tagen engagiert bei der Sache.
Ziege: Das ist für mich auch unverständlich. Gegen Lautern haben wir trotz des Rückstands nur versucht, von hinten heraus Fußball zu spielen, sind dabei aber immer wieder nach leichten Ballverlusten in die Konter gelaufen.
Bleibt Ihnen da nur die Hoffnung, dass alle Nationalspieler gesund wiederkommen?
Ziege: Die Hoffnung hat man immer, aber Marko Marin droht ja schon auszufallen. Egal wie das Testspiel gelaufen ist. Natürlich sind einige dieser Spieler sehr wichtig für die Mannschaft. Doch wenn die anderen gegen Kaiserslautern von Beginn an so aufgetreten wären wie in der zweiten Hälfte, wäre das Spiel auch anders gelaufen.
Sie haben Steve Gohouri in der Innenverteidigung aufgeboten. Sehen Sie ihn auch künftig auf der Position?
Ziege: Ich wollte ihn einfach unbedingt mal wieder im Zentrum sehen. Steve hatte schließlich zuletzt eine lange Phase ohne Spielpraxis.
Müssen Spieler wie Sascha Rösler oder Patrick Paauwe in so einer Situation nicht noch mehr vorangehen?
Ziege: Sicher sind das erfahrene Leute, die das Heft in die Hand nehmen müssen. Aber auch für sie ist es derzeit schwierig. Ich stelle jetzt keinen Einzelnen an den Pranger. Jeder muss sich hinterfragen.
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