Mönchengladbach: 10.000 Bürger gegen "Giesenkirchen 2015"?
VON ELFI VOMBERG - zuletzt aktualisiert: 01.12.2008Mönchengladbach (RPO). Andrea Hoeveler spult schon ganz automatisch ihre Erklärungen ab: „Wir möchten unsere bürgernahen Sportstätten und die erholsamen Grünflächen erhalten.“ Nebenbei gibt sie einer Passantin einen Flugzettel mit der Überschrift „Wir sagen Nein zum Projekt Giesenkirchen 2015“ in die Hand.
Dabei deutet Hoeveler auf Bebauungspläne, die vor ihr auf dem Tisch liegen. Und schon nickt ihr Gegenüber und zückt den Kugelschreiber. „Klar, dass wir unterschreiben. Unser Sohn hat früher auf der Sportanlage Puffkohlen schon Fußball gespielt. Wir kennen viele Giesenkirchener, und eigentlich betrifft es ja auch uns alle“, erklärt Rita Schmitz und setzt ihre Unterschrift auf die Liste.
Die Giesenkirchener Bürgerinitiative ist mit 20 Kräften am verkaufsoffenen Sonntag im Einsatz, um die Unterschriftenaktion gegen die Verlagerung der Sportanlagen Puffkohlen und Asternweg und die Ausweisung von zusätzlichen Baugebieten, voranzutreiben. Doch bis zum Bürgerentscheid müssen mindestens 8400 Unterschriften gesammelt werden. Seit zwei Stunden steht Andrea Hoeveler am Stand vor der Musicalbühne: „Es läuft wirklich sehr gut. Wenn man die Problematik erklärt unterschreiben ungefähr 90 Prozent der Leute.“
Insgesamt strebt die Giesenkirchener Bürgerinitiative rund 10 000 Unterschriften an – für den Fall, dass nicht alle Unterschriften vom Rechtsamt anerkannt werden können. Am 23. Dezember wird die Giesenkirchener Bürgerinitiative bekannt geben, ob sie die nötige Zahl an Unterschriften beisammen hat, um den Bürgerentscheid herbei zu führen.
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