Mönchengladbach: 1232 Kinder wollen zur Gesamtschule
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 27.01.2007Mönchengladbach (RPO). Knapp die Hälfte aller Mönchengladbacher Kinder will auf die Gesamtschule. Von den 2720 Kindern, die zurzeit noch das vierte Schuljahr in der Grundschule besuchen, wurden aktuell 1232 an den fünf Gesamtschulen angemeldet. Damit gibt es einen neuen Rekord. Das teilte der Gesamtschulverband mit. Eigentlich wollte die Stadt die Zahlen erst in der kommendem Woche veröffentlichen, aber die „Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule“ hat sie bereits ins Internet gestellt. Die hohen Anmeldezahlen bedeuten aber auch: Rund 600 Schüler müssen abgewiesen werden und sich eine neue Schulform suchen.
Im vergangenen Jahr hatten sich 1130 für die Gesamtschule entschieden. Zwar strömt gerade ein geburtenstarker Jahrgang auf die weiterführenden Schulen (2006 gab es noch 2576 Viertklässler), doch auch prozentual gesehen darf sich die Gesamtschule wachsender Beliebtheit erfreuen. Im Jahr 2006 wollten 43,9 Prozent aller Viertklässler auf diese Schulform wechseln, in diesem Jahr sind es 45,3 Prozent.
Die Tendenz wurde gestern vom Schulamt bestätigt. An der Gesamtschule Espenstraße ist die Zahl der Anfragen laut Schulleiter Peter Blomert um 20 Prozent gestiegen. Über 200 Anmeldungen wären es demnach. Auch an der Gesamtschule Rheydt-Mülfort darf ein dickes Plus verzeichnet werden. Im vergangenen Jahr waren es 271 Anmeldungen. Der Empfehlung, dass je Drittel der neuen Schüler eine Gymnasial-, Realschul- und Hauptschul-Empfehlung haben soll, kann die Schule in Mülfort locker entsprechen. „Das ist gesichert“, sagt Schulleiterin Marie-Luise Steves. Lisa Klaas-Flemming, Leiterin der Gesamtschule Volksgarten, ist ebenfalls hochzufrieden: „Wir haben einige Anmeldungen mehr.“ Zurzeit besuchen 113 Mädchen und Jungen die Klasse 5.
Gestiegen ist auch die Zahl der Anmeldungen in der jüngsten Gesamtschule in Neuwerk. Schulleiterin Ina Klein: „Im vergangenen Jahr waren es 180 Anmeldungen. Die Zahl haben wir übertroffen.“ Und Bernd Schäferhenrich, Leiter der Gesamtschule Hardt, meldet „ein Einpendeln auf hohem Niveau“.
Ob die neue Verbindlichkeit der Schulform-Empfehlung bei der gestiegenen Nachfrage eine Rolle mitspielt, darüber könne zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden, sagen die Schulleiter unisono. In erster Linie sei der neue Rekord ein Zeichen für die Wertschätzung der Eltern für die Gesamtschule.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






