Mönchengladbach: 19 Parteien – und wie viele Wähler ?
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 22.09.2009 - 10:49Mönchengladbach (RPO). Im Vergleich zur Europawahl im Juni ist der Wahlzettel zur Bundestagswahl am Sonntag zwar übersichtlich. Und trotzdem können die Mönchengladbacher in der Wahlkabine am Sonntag erst mal Abkürzungen wie PSG und RRP entschlüsseln. Derweil versucht der Verein "Aktiv für Mönchengladbach" mit einem Wahlappell, möglichst viele Wahlberechtigte zur Abgabe ihrer Stimme zu bewegen.
Bei den vergangenen beiden Bundestagswahlen lag die Wahlbeteiligung jeweils rund fünf Prozentpunkte niedriger als im Bundesdurchschnitt.
Die Unterzeichner des Appells – darunter zahlreiche bekannte Personen des öffentlichen Lebens aus unterschiedlichen Bereichen – machen auf die Bedeutung der Wahl auch für Mönchengladbach aufmerksam. "Wir wählen auch den Kandidaten, der Mönchengladbach im Deutschen Bundestag vertritt. Nutzen Sie Ihre Chance!", heißt es in dem Aufruf. Zu den Unterzeichnern gehören neben vielen anderen Lokalprominenten Oberbürgermeister Norbert Bude, Pfarrer Edmund Erlemann, Aunde-Geschäftsführer Rolf Königs, die frühere Landgerichtspräsidentin Ina Obst-Oellers, Hochschulrektor Professor Hermann Ostendorf, Karnevals-Boss Bernd Gothe, Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre und Schützen-Präses Johannes van der Vorst. Die Unterstützer der Aktion versichern am Ende des Aufrufs: "Wir gehen zur Bundestagswahl – Ehrensache!"
Diese Chance haben am Sonntag genau 194.365 Mönchengladbacher, deutlich weniger als vor vier Wochen, da diesmal im Gegensatz zur Kommunalwahl nur Mönchengladbacher über 18 Jahre wählen dürfen. Außer den fünf schon in dieser Legislaturperiode im Bundestag vertretenen Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne und Die Linke treten auf der Landesliste in Nordrhein-Westfalen an: NPD, Die Tierschutzpartei, Familie, REP, Volksabstimmung, MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei), PSG (Partei für Soziale Gerechtigkeit), Zentrum, BüSo (Bürgerrechtsbewegung Solidarität), DVU, ödp (Ökologisch-Demokratische Partei), Piraten, RRP (Rentnerinnen und Rentner Partei) und Rentner (Rentner-Partei-Deutschland).
Vor vier Jahren gaben 72,5 Prozent der wahlberechtigten Mönchengladbacher ihre Stimme ab (bundesweit: 77,7 Prozent). 2002 waren es noch 74,4 Prozent gewesen (im Bund: 79,1 Prozent ). Rund 21 000 wollen per Brief wählen. Das vorläufige Endergebnis aus Mönchengladbach soll am Sonntag gegen 20.30 Uhr feststehen.
Aktuelle Ergebnisse, Stimmen, Interviews und Analysen der RP-Redakteure gibt es ab 18 Uhr hier bei RP ONLINE. Besonders schnell gibt es die Wahlnachrichten der RP Mönchengladbach bei Twitter. Aus dem Rathaus Abtei twittert die RP unter der Internet-Adresse http://twitter.com/rp_live.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






