Mönchengladbach: „2015“: Initiative greift den Gewerbekreis an
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 01.11.2008Mönchengladbach (RPO). Die Initiative, die mit einem Bürgerbegehren das von CDU und FDP entwickelte Wohnbauprojekt „Giesenkirchen 2015“ stoppen will, erhebt Vorwürfe gegen den Giesenkirchener Gewerbekreis. „Sein Vorsitzender Hubert Peeters hat die Mitglieder aufgefordert, Unterschriften nicht in Geschäften auszulegen, da der Vorstand positiv zur geplanten Maßnahme stehen würde“, sagt Initiativen-Sprecherin Andrea Hoeveler.
Ihr liege ein entsprechendes Schreiben des Gewerbekreises vor, das von Peeters und Reimund Esser (Vize-Vorsitzender) unterschrieben sei. Hoeveler: „Wer so vorgeht, handelt undemokratisch. Wir lassen uns davon jedenfalls nicht bremsen.“
Nach Angaben der Initiative sei das Interesse an der Unterschriftenaktion sehr groß. Konkrete Zahlen will die Gruppe allerdings nicht nennen. Sprecher Klaus Dumke: „Wenn wir unseren Stand aufbauen, bleiben immer viele Menschen stehen und unterschreiben.“ In den nächsten Wochen will die Giesenkirchener Initiative auf den Wochenmärkten und in den Zentren für ihre Sache werben. Sie braucht rund 8300 Unterschriften, damit im Rat neu über das Vorhaben entschieden wird: Das Konzept sieht vor, aus der Sportanlage Puffkohlen und dem Sportplatz Asternweg Wohngebiete zu machen und neue Sportanlagen auf dem Gelände des ehemaligen Freibads zu bauen.
Die Initiative befürchtet unter anderem, dass neue Wohngebiete zu mehr Autoverkehr führen und die so versiegelte Landschaft die vorhandenen Kanäle an ihre Kapazitätsgrenze bringt. Dumke zweifelt die Finanzierung an, die von der Kreisbau vorgelegt wurde: „Uns hat niemand einen Businessplan vorlegen können. Und die Stadt kann doch auch nur dann mit einer Million Euro Einnahme rechnen, wenn die Baugebiete schnell voll werden.“ Aber in Giesenkirchen herrsche kein Bedarf nach zusätzlichen Baugebieten.
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