Mönchengladbach: 2500 Unterschriften gegen „Giesenkirchen 2015“
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 15.08.2008 - 10:57Mönchengladbach (RPO). In Giesenkirchen wächst der Kreis der Bürger, die das Projekt „Giesenkirchen 2015“ ablehnen. Inzwischen hat die Bürgerinitiative bereits mehr als 2500 Unterschriften gesammelt, die gegen das von CDU und FDP voran getriebene Vorhaben sind.
Die Unterschriftenlisten wurden jetzt Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) überreicht. Stolz sind die Gegner, dass nicht nur Bürger des Stadtteils unterschrieben haben. „Auch aus anderen Stadtbezirken melden sich Menschen, die das Projekt ablehnen“, berichteten Mitglieder der Bürgerinitiative jüngst bei einer Informationsveranstaltung.
„Giesenkirchen 2015“ sieht vor, die Sportplätze der Anlage Puffkohlen auf das Gelände des stillgelegten Freibads an der Trimpelshütter Straße zu verlegen und den Ascheplatz Asternweg aufzugeben. Die dann frei werdenden Grundstücke Puffkohlen und Asternweg soll die städtische Entwicklungsgesellschaft EWMG an die Kreisbau als Baugebiete verkaufen.
Geplant sind rund 70 Einfamilienhäuser und mehrere mehrgeschossige Häuser auf dem jetzigen Sportplatz-Gelände Puffkohlen. Im Gegenzug soll die Kreisbau für die beiden Vereine DJK Giesenkirchen und SV Schelsen zwei Kunststoff-Spielfelder auf dem Freibad-Grundstück bauen: Dafür sind rund 2,7 Millionen Euro veranschlagt.
Während CDU und FDP für das Projekt werben, wird es von SPD, den Grünen und FWG abgelehnt. Die SPD legte einen eigenen Vorschlag vor: Sie will einen Platz der Anlage Puffkohlen in ein Kunststoff-Spielfeld umwandeln und dies über den Verkauf des Sportplatzes Asternweg finanzieren. Sie rechnet damit, dass so 1,2 Millionen Euro erlöst werden können.
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