Mönchengladbach: 25,7 Millionen Euro für das Theater
VON DIRK RICHERDT - zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 - 19:56Mönchengladbach (RPO). Alles so friedlich im Theaterkuratorium, das war vor einem Jahr noch anders, als heftig darum gerungen wurde, wie viel Geld das Theater ausgeben darf. Am Dienstag beschloss das Aufsichtsgremium der Vereinigten Bühnen vorbehaltlich der Zustimmung der Räte in Mönchengladbach und Krefeld den 25,7 Millionen Euro umfassenden Haushaltsplan für die Spielzeit 2010/11.
Der anwesende künftige Intendant Michael Grosse nahm es erleichtert auf, als Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede im Rathaus Abtei dafür ein einstimmige Votum festgestellt hatte. Doch ganz sicher ist das Zahlenwerk noch nicht. Sollten die Tarifsteigerungen im Öffentlichen Dienst mehr als die angesetzten zwei Prozent betragen, muss alles auf Anfang zurückgesetzt werden.
Die Details: Der Werbe-Etat wird in der kommenden Spielzeit um 40000 Euro erhöht, damit folgten die Theaterkonferenz und nun das Kuratorium den Empfehlungen des Beratungsunternehmens actori. Auch die von den Münchnern empfohlene Einrichtung der Stelle eines Marketing-Chefs am Theater soll bald umgesetzt werden: Es seien bereits Bewerbungen eingegangen, berichtete Theatergeschäftsführer Reinhard Zeileis.
In drei Arbeitsgruppen bereiten derzeit Verwaltungskräfte beider Städte einen Strukturwandel am Gemeinschaftstheater vor. Kulturdezernent Dr. Gert Fischer leitet die AG, welche sich um die Überleitung städtischer Kräfte in die neue Rechtsform GmbH kümmert. Sein Krefelder Amtskollege Roland Schneider erarbeitet in seiner AG die Grundlagen für einen „Gesellschaftsvertrag” mit einer gemeinnützigen GmbH. Eine solche Rechtsform hat auch das Landestheater Schleswig-Holstein, dessen Intendant Michael Grosse noch bis Sommer ist. Doch dem Theater in Schleswig droht 2011 die Insolvenz.
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