Mönchengladbach: 30 Prozent von Jasmins Haut verbrannt
zuletzt aktualisiert: 29.03.2008Mönchengladbach (RPO). Schon seit drei Wochen liegt die 17-Jährige Jasmin G. nach der Explosion am Siepensteg in einem künstlichen Koma. „Ihr geht es sehr schlecht“, sagte gestern Friedhelm Schultz, Leiter der Mordkommission. Etwa 30 Prozent ihrer Haut sind verbrannt. Betroffen sind vor allem Gesicht, Kopf, Dekolleté und Arme. Mehrfach wurde sie schon operiert. Am Wochenende sei ihr Zustand noch einmal sehr kritisch gewesen. „Da mussten wir das Schlimmste befürchten. Jetzt geht es ihr etwas besser“, erklärte Schultz. Nächste Woche sollen die Narkosemittel abgesetzt werden. Dann will die Polizei mit ihr sprechen, um die Ermittlungen zum Tathergang zu vervollständigen.
Auch Sascha H. (22) liegt noch in einer Spezialklinik. Seine Brandverletzungen sind ähnlich schwer, er ist jedoch bereits seit Anfang der Woche im Aufwachstadium. In ein paar Tagen soll er ins Gefängniskrankenhaus Fröndenberg verlegt werden. Bewahrheiten sich die Vorwürfe gegen ihn, dann muss der gelernte Mechatroniker mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. Der 22-Jährige, der noch nie polizeilich aufgefallen war, hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er wird mittlerweile durch einen Anwalt vertreten. Jasmin G. soll seine erste Freundin gewesen sein. Beide hatten sich vor anderthalb Jahren über das Internet kennen gelernt. Jasmin, die nach ihrem Schulabschluss keine Lehrstelle fand und deshalb eine weitere schulische Ausbildung begonnen hatte, lebte bei ihren Eltern in Essen. Sie soll Sascha H. häufig in Mönchengladbach besucht haben.
Für die Polizei war relativ schnell klar, dass die Explosion in Hermges kein Unfall war. Der erste Hinweis: Die Gastherme, die im Wohnzimmer des 22-Jährigen installiert war, wies Manipulationsspuren auf.
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