Mönchengladbach: 450 Taxifahrer zur Speichelprobe vorgeladen
zuletzt aktualisiert: 09.06.2008 - 16:49Nach langwierigen Untersuchungen hat die Polizei jetzt eine vermutliche Täter-Spur als DNA gesichert, die Hinweise auf eine Vergewaltigung im September 2007 geben kann. 450 Taxifahrer wurden zur Speichelprobe gebeten.
Am 16. September vergangenen Jahres gegen 4.30 Uhr wurde eine 19-jährige Frau auf der Ludwig-Weber-Straße Opfer eines schweren Sexualverbrechens. Die junge Frau, die auf dem Heimweg nach einem Altstadtbesuch war, wurde auf der Straße aus einem Taxi heraus vom Fahrer angesprochen.
Sie hatte sich jedoch auf kein Gespräch eingelassen und ihren Heimweg fortgesetzt. Der unbekannte Taxifahrer hat sein späteres Opfer jedoch bis zu ihrer Wohnanschrift verfolgt, sie gewaltsam in ihre Wohnung gedrängt und dort vergewaltigt.
Die 19-Jährige konnte den Täter nur sehr vage beschreiben. Die Polizei verzichtete daher bislang auf eine Öffentlichkeitsfahndung und setzte vielmehr auf die Spurenuntersuchung. Nach aufwändigen und sehr langwierigen Untersuchungen konnten die Spezialisten des Landeskriminalamtes nunmehr eine vermutliche Täterspur als DNA-Spur sichern.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ordnete der zuständige Untersuchungsrichter nun eine DNA-Reihenuntersuchung an. Hiervon betroffen sind insgesamt 450 Männer, die zur Tatzeit als Taxi-Fahrer in Mönchengladbach registriert waren und zwischen 30 und 65 Jahre alt sind. Die hiervon betroffenen Männer sind mittlerweile alle zur freiwilligen Abgabe einer Speichelprobe in das Polizeipräsidium Mönchengladbach gebeten worden.
Seit Montag laufen diese Überprüfungen. Die Polizei hofft durch diese aufwendigen Ermittlungen den unbekannten Vergewaltiger zu überführen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





