Mönchengladbach: 50 Prozent mehr Einsätze für den Ordnungsdienst
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 28.07.2009Mönchengladbach (RPO). Wenn die Temperaturen steigen und der Himmel wolkenlos ist, steigt die Zahl der Einsätze für den Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst, kurz KOS. Denn Sommerzeit ist Partyzeit. Da wird gesungen, laut gelacht und der Grill angeworfen.
Und weil sich dadurch Nachbarn mitunter gestört fühlen, muss der Ordnungdienst ran. Ruhestörender Lärm, lästiger Rauch vom Holzkohlegrill und vermehrter Müll in Freizeitanlagen sind häufige Klagen. Und die sorgen dafür, dass die Mitarbeiter des KOS pro Monat 50 Prozent mehr Einsätze haben als in den Wintermonaten, berichtet Stadtsprecher Wolfgang Speen.
Viele Missstände
Rund zwei Jahre ist es her, seit der Kommunale Ordnungsdienst seine Arbeit aufgenommen hat. Rund 500 Einsätze zählt das Team von zwölf Mitarbeitern im Schnitt pro Monat. In zwei Schichten sind die Kräfte in Doppelstreifen an sechs Tagen in der Woche jeweils von 8.30 Uhr bis Mitternacht im Einsatz.
Zuständig sind die KOS-Mitarbeiter nicht nur für weggeworfene Zigarettenkippen oder nicht angeleinte Hunde. Sie schreiten auch ein, wenn Jugendliche auf Kinderspielplätzen Alkohol trinken oder randalieren. Sie sind bei Schwarzarbeiter- und Jugendschutzkontrollen unterwegs und sind dabei auch berechtigt, Personalien festzustellen oder auch Platzverweise auszusprechen.
Die KOS-Mitarbeiter melden wilde Müllkippen und sind im Umweltschutzbereich tätig. Wenn Kinder monatelang in der Schule fehlen, statten sie Hausbesuche ab. Außerdem sorgen sie für akute Schadensbegrenzungen nach Sturm- und starken Regenereignissen. Und das sind nur einige wenige Aufgaben der Ordnungskärfte.
Zahlreiche Einsätze ergeben sich durch Anrufe über die Hotline 02161 252025 oder auch durch die Weitergabe von Informationen durch die Polizei. Viele Missstände entdecken die Doppelstreifen aber auch bei ihren Rundgängen. Immer wieder mit dabei: im Park entsorgter Hausmüll.
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