Mönchengladbach: 6000 Euro für trauernde Kinder
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 23.10.2009 - 18:45Mönchengladbach (RPO). Der Tod eines Elternteils ist das Schlimmste, was Kindern passieren kann, sagt Ulla Engelhardt. Die ausgebildete Trauerbegleiterin ist im Vorstand des Vereins verwitwet.de und kümmert sich um trauernde Jugendliche.
Zweimal im Jahr kommen 20 Kinder und Jugendliche an einem so genannten Teen-Wochenende zusammen, alles Halb- oder Vollwaisen. „Sie ziehen sich sonst zurück, trauern ganz anders als Erwachsene“, sagt Kinderarzt Dr. Ralph Köllges. Wie sehr der Verlust des Vaters oder der Mutter die Kinder belastet, hat sie in ihrer eigenen Familie erfahren: Vor sechs Jahren starb der Vater ihrer Tochter Ella Engelhardt (14).
Damit der Verein wieder Jugendliche zu einem Teen-Wochenende einladen kann, gab es am Wochenende in Mönchengladbach ein Charity-Dinner. Rund 130 Besucher nahmen im Restaurant von Starkoch Wolfgang Eickes, dem Palace St. George, teil und sorgten dafür, dass an diesem Wochenende rund 6000 Euro für den Verein zusammenkamen.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist bis zum 1. November werktags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
„Damit haben wir ein ganzes Teen-Wochenende erwirtschaftet“, sagte Doris Overlack-Kosel, Mönchengladbacher Mit-Initiatorin des Charity-Dinners. Der Zuspruch rund um die Veranstaltung, deren Schirmherr Bürgermeister Michael Schroeren war, hatte ihre kühnsten Erwartungen übertroffen: Allein durch die von TV-Moderator Jörg Boecker und Radio-Moderator Frank Nießen moderierte Tombola zwischen den Menügängen kamen 2100 Euro zusammen.
Dem Verein gingen sogar die Lose aus – kurzerhand wurden Tischkarten umfunktioniert. Zum Dinner spielte die Band „Ballyhoo“ mit der Mönchengladbacher Kabarettistin Monika Hintsches. Es war keine traurige Veranstaltung. Denn dem Verein geht es um den bewussten Umgang mit Trauer, und dazu gehöre auch Lachen und Feiern.
Als die Tische abgeräumt waren, wurde im benachbarten Kunstbunker die Charity-Ausstellung „Zurück ins Leben“ eröffnet. Sie zeigt unter anderem Fotografien von vergangenen Teen-Wochenenden und Bilder zur Trauerbewältigung.
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