Mönchengladbach: 9. Oktober: Aktionsbündnis gegen Pro NRW
VON JAN DREBES - zuletzt aktualisiert: 24.09.2010Mönchengladbach (RPO). Am Mittwochabend traf sich das "Mönchengladbacher Bündnis gegen Rechtsextremismus" im Haus der Regionen, um über Aktivitäten am 9. Oktober zu beraten. Weil an dem Tag die rechtsextreme Gruppe "Pro NRW" eine Kundgebung gegen die geplante Islamschule auf dem Eickener Marktplatz angemeldet hat, und auch andere Rechtspopulisten zur Teilnahme aufrufen, will das Bündnis, bestehend aus rund 40 Mitgliedern von Parteien, Kirchen und Gewerkschaften, Gegenaktionen in in der Stadt initiieren. Damit will das Bündnis sowohl gegen Rechtsextremisten, als auch gegen religiösen Extremismus protestieren. Das Programm muss aber am kommenden Donnerstag noch beschlossen werden.
Auch Wilfried Schultz, Sprecher der Bürgerinitiative und Vorsitzender des neuen Vereins "Bürger für Mönchengladbach", nahm an der Sitzung teil. "Allerdings hat er von mir keine Einladung bekommen", sagte Ferdinand Hoeren, Sprecher des Bündnisses. Trotzdem durfte Schultz bleiben – auch weil er behauptet habe, dass er bei der Polizei für den 9. Oktober bereits eine Veranstaltung auf dem Eickener Marktplatz und in der Innenstadt angemeldet habe, sagte Hoenen. Dadurch wäre die Fläche für rechte Gruppen blockiert gewesen und das Bündnis hätte Raum für Aktionen gehabt.
Bei der Polizei liegt allerdings seit Längerem eine Anmeldung von Pro NRW für den Eickener Markt vor, sagte Polizeisprecher Peter Spiertz auf Anfrage. Das sorgte für Verstimmungen zwischen Schultz und dem Aktionsbündnis. "Wir werden das nicht sofort auflösen können, aber ich bin frohen Mutes, dass wir trotzdem gemeinsame Aktionen durchführen werden. Es gibt ja genug andere Flächen dafür", sagte Reinhold Schiffers, SPD-Bezirksvorsteher Nord. "Wichtig ist doch, dass möglichst viele Menschen zu unseren Protestaktionen kommen und wir Rechtspopulisten keine Bühne bieten", sagte Schiffers.
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