Mönchengladbach: Alternative Energien: Chancen für Gladbach
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 24.09.2009Mönchengladbach (RPO). Umweltschutz und erneuerbare Energien sind die Themen des parlamentarischen Staatssekretärs Michael Müller (SPD). Wie geht man mit vorhandenen Rohstoffen um? Was bedeuten die technischen Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien? Seit gut 20 Jahren sucht der 61-jährige Politiker, der nach seiner Ausbildung zum Stahlbetonbauer Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Sozialwissenschaften studierte, auf diese Fragen Antworten. Bei seiner Energie-Tour durch Mönchengladbach hat er sich nun gemeinsam mit seinem SPD-Parteifreund Hermann-Josef Krichel-Mäurer über den Stand der Energie in Mönchengladbach informiert.
Die vom Land NRW prämierte Solarsiedlung in Eicken mit ihren Niedrigenergie-Häusern, der Windpark in Wanlo und die Siedlungsgemeinschaft Volksgarten am Grasfreed, die Ende der 1980er Jahre die erste Siedlung in Nordrhein-Westfalen mit einem Blockheizkraftwerk war, standen auf dem Programm. Alle drei Projekte zeigten den richtigen Weg in die Zukunft der Energie-Gewinnung, betonte Müller.
"Wir stehen an einer Zeitenwende in Sachen Umgang mit Energie und Rohstoffen", ist Müller überzeugt. "Die Frage der Zukunft wird sein, ob wir mit möglichst wenig Kraftwerken immer mehr Energie erzeugen können." Dabei hat Müller nicht nur die begrenzten Rohstoffe wie Gas und Öl im Blickfeld. Vielmehr sieht er in der Entwicklung der Technik zur Gewinnung alternativer Energie auch große Chancen für den Arbeitsmarkt und damit für die Gesamtwirtschaft.
"Mit Rasanz entstehen in diesem Bereich neue Märkte, die für Deutschland wichtig sind", sagt Müller. Deutschland habe gute Chancen, durch diesen Bereich wieder zur Vollbeschäftigung zu gelangen, ist er überzeugt. Schon jetzt gebe es rund 280 000 Arbeitsplätze in den verschiedenen Sparten der neuen Energien. "In der Kernenergie gibt es weniger als 30 000 Beschäftigte", zieht Müller den Vergleich.
Bereits jetzt würden 19 Prozent der weltweiten Umweltpatente und über 25 Prozent der Energiepatente in Deutschland gehalten. "Wir sind führend in der Technologie", ist Müller überzeugt. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die auf diese Entwicklungen flexibel reagieren, steckten hier ungeheure Chancen, sagt Müller. "Bezogen auf Mönchengladbach heißt das, dass ein Autozulieferer, der Kurbelwellen herstellt, diese auch für andere Technik-Unternehmen herstellen kann", nennt Müller ein Beispiel. Mit seinen Energie-Projekten hat Mönchengladbach einen ersten Schritt in die Zukunft getan.
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