Mönchengladbach: Amok-Drohungen: Auf der Suche nach dem Täter
VON JENNIFER TÖPPERWEIN - zuletzt aktualisiert: 12.12.2007 - 11:38Das Berufskolleg für Technik in Mülfort blieb am Mittwoch leer. Schulleiter Martin Pielka hatte seinen Schülern frei gegeben. Nach mehreren Amoklauf-Drohungen für den 12. Dezember solle zunächst wieder Ruhe einkehren.
Momentan laufen die Ermittlung der Polizei auf Hochtouren. Wer die Amoklauf-Drohungen gegen das Berufskolleg aussprach, ist noch völlig unklar. Auch soll noch nicht bekannt gegeben werden, wie viele Drohungen genau bei der weiterführenden Schule eingingen – um die Ermittlungen nicht zu behindern. Schulleiter Martin Pielka verrät nur, dass es mehrere gewesen seien. Deswegen könnte es auch sein, dass es sich um mehrere Personen handelt, die die Drohungen ausgesprochen haben. Das soll die Polizei nun herausfinden.
Wie die Drohungen einzuschätzen sind, weiß man noch nicht. Pielka nimmt sie aber sehr ernst. „Wir kennen den Täter schließlich nicht und wissen ja nicht einmal, ob er überhaupt Schüler bei uns ist“, so der Schulleiter.
Momentan gilt seine Sorge seinen Schülern. Als er von den Drohungen erfuhr, veranlasste er sofort, dass das Kolleg am Mittwoch zu blieb. „Wir haben einen Bildungsauftrag, bei uns soll in Ruhe gelernt werden“, führt Pielka aus, „wenn wir die Ruhe und Sicherheit nicht mehr garantieren können, müssen wir entsprechend handeln und die Schule geschlossen halten.“ Am Donnerstag soll der Schulalltag aber ganz normal weitergehen.
Pielka hofft, dass die Polizei schnell den oder die Täter ausgemacht hat. Wie es dann weitergeht, weiß er noch nicht. Die Person oder Personen erwarten zunächst einmal polizeiliche Maßnahmen, aber auch das Kolleg werde reagieren. Wie genau, möchte der Schulleiter nicht mutmaßen. Wenn es sich um einen oder mehrere Schüler handelt, könnte die Konsequenz im Extremfall einen Schulverweis bedeuten.
Seit November 2006 häufen sich die Zahl der Trittbrettfahrer: Mehr als 50 Ankündigungen füllen bei der Gladbacher Polizei einen dicken Ordner. Alle Fälle sind aufgeklärt.
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