Mönchengladbach: Angeklagter Lehrer quittiert Stelle bei VHS
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 19.11.2010 - 16:37Der Lehrer, der wegen sexuellen Missbrauchs einer Neusser Gymnasiastin angeklagt ist, hat sein Arbeitsverhältnis bei der Mönchengladbacher Volkshochschule aufgelöst. Das teilte Stadtsprecher Dirk Rütten mit.
Der Pädagoge soll auf eigenen Wunsch den Vertrag gelöst haben. Gründe habe er nicht angegeben, so Rütten auf Anfrage. Nachdem bekannt wurde, dass der Lehrer eine Affäre mit einer damals 17 Jahre alte Schülerin eines Neusser Gymnasiums hatte, musste der Mann seinen Dienst an der Schule quittieren. Die Volkshochschule Mönchengladbach stellte den Mann danach als Honorarkraft ein, obwohl bekannt war, dass gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt wurde.
Das Urteil gegen den Lehrer ist noch nicht gesprochen. Der Prozess wurde vertagt, weil die mittlerweile 20-Jährige, die heute in einer festen Beziehung mit einem anderen Mann lebt, hochschwanger ist. An dem Neusser Gymnasium war die Affäre damals Gesprächsthema Nummer eins.
Als das Mädchen die Beziehung löste, soll der Lehrer sie mit E-Mails bedrängt haben. Sogar mit Selbstmord soll der Pädagoge gedroht haben, wenn die Schülerin ihn verlasse. Angst beschlich damals die Eltern vieler anderer Schüler, dass der Lehrer eine Schulfeier 2009 womöglich zu einem Amoklauf nutzen könnte. Mit dem Ergebnis, dass kaum ein Schüler damals wagte, die Feier zu besuchen.
Der Verteidiger des früheren Gymnasiallehrers wies die Vorwürfe zurück. Er hatte im Vorfeld erklärt, zwischen Schülerin und Lehrer habe ein „beiderseitiges Liebesverhältnis“ bestanden. Nachdem in der Öffentlichkeit bekannt wurde, dass der angeklagte Lehrer bei der Volkshochschule Mönchengladbach beschäftigt ist, habe es Gespräche mit den Dozenten, auch mit dem betroffenen Pädagogen gegeben, sagte Rütten. Am Donnerstag dann löste der Lehrer unter Verdacht seinen Vertrag.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







