Mönchengladbach: Anmeldung ohne Genehmigung
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 13.01.2010 - 16:14Mönchengladbach (RPO). An der Gesamtschule Espenstraße sollen nach den Sommerferien 28 neue Plätze eingerichtet werden. Die sind aber noch nicht genehmigt. Deshalb kann es passieren, dass Kinder einen Ablehnungbescheid erhalten, die später doch aufgenommen werden.
Peter Blomert, Leiter der Gesamtschule Espenstraße, ist gerade in Gesprächen mit der Bezirksregierung. Dabei geht es um die Frage, wie seine Schule das Anmeldeverfahren für das kommende Schuljahr gestaltet. Das ist diesmal etwas Besonderes. Denn laut Ratsbeschluss soll die Gesamtschule um einen Zug erweitert werden.
Das heißt: 28 oder 29 Kinder könnten mehr aufgenommen werden. Könnten. Denn bislang hat die Bezirksregierung die Schulerweiterung nicht genehmigt. Die Entscheidung wird auch erst im März erwartet. Allerdings, und jetzt kommt es: Die neuen Schüler müssen sich schon Anfang Februar angemeldet haben.
Ab Februar finden die Koordinierungsgespräche für die weiterführenden Schulen statt. In ihnen wird nach den Anmeldephasen über die zukünftige Zügigkeit der einzelnen Schulen beraten. Die Termine für die einzelnen Schulformen:
Gesamtschulen 9. Februar
Hauptschulen 16. März
Realschulen und Gymnasien 18. März
Besichtigungstermin
Die Bezirksregierung will deshalb, dass die Schule 28 Kindern eine Ablehnung schreibt mit dem Hinweis, dass sie vorbehaltlich einer Genehmigung der Sechszügigkeit doch aufgenommen werden. Das hieße für die Eltern: Sie müssten ihr Kind in der Zwischenzeit an einer anderen Schule anmelden. Stimmt die Bezirksregierung der Schulerweiterung zu, muss das Kind von der Schule der zweiten Wahl wieder abgemeldet werden, und könnte dann zur Gesamtschule Espenstraße gehen.
Peter Blomert findet dieses Hin und Her nicht gut. „Für die Eltern bedeutet das ein Wechselbad der Gefühle”, sagt er. Der Schulleiter favorisiert folgendes Prozedere: Er nimmt 28 zusätzliche Kinder unter Vorbehalt auf. Sollte der weitere Zug für die Gesamtschule nicht genehmigt werden, könnten die Kinder immer noch an anderen Schulen angenommen werden.
Blomert ist sich sicher, dass es für sie auch im März noch freie Plätze gibt. Denn die Kinder, die wenn überhaupt nachträglich abgewiesen werden müssten, hätten in der Regel eine Hauptschulempfehlung. Und an dieser Schulform gebe es in der Stadt genug Kapazitäten, sagt der Gesamtschulleiter. Auch wenn drei Mönchengladbacher Hauptschulen zum Schuljahresbeginn keine neuen Eingangsklassen bilden dürfen, weil sie auslaufend aufgelöst werden, sei das so.
Peter Blomert hofft, dass die Bezirksregierung, die sich zu einem Besichtigungstermin angesagt hat, noch vor der Anmeldephase vorbeischaut. „In den Gesprächen werden wir vielleicht Hinweise auf die Entscheidung zur Erweiterung erhalten. Dann wird es für uns leichter, mit den Eltern zu sprechen”, sagt der Schulleiter. Sicher ist, dass an der Gesamtschule Espenstraße diesmal 28 oder 29 Kinder für einen neuen Zug auf eine Sonderliste kommen, bis die Bezirksregierung entschieden hat.
Daneben wird es noch die normale Warteliste geben. Die wird für den Fall eingerichtet, dass Kinder mit ihren Eltern bis zum Schulbeginn in eine andere Stadt ziehen oder aus anderen Gründen abspringen. Zusätzliche Räume für die Erweiterung soll die Gesamtschule Espenstraße in der nahegelegenen Grundschule Am Bäumchesweg erhalten. Dort soll eine Dependance entstehen. Die Grundschule wird auslaufend aufgelöst.
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