Mönchengladbach: Attacke auf Polizisten
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 18.06.2010 - 16:19Mönchengladbach (RPO). Nur durch einen Sprung über die Motorhaube eines Autos hat sich am Donnerstagmorgen ein Polizist retten können. Ein 19 Jahre alter Autofahrer hatte nach einer wilden Verfolgungsjagd Gas gegeben und Kurs auf den Beamten genommen.
Begonnen hatte alles in Düsseldorf. Dort war ein als gestohlen gemeldeter Wagen mit MG-Kennzeichen gegen fünf Uhr aufgefallen. Am Steuer saß der 19-Jährige. Eine Zivilstreife der Düsseldorfer Kriminalpolizei nahm die Verfolgung des Wagens auf. Wenig später kam noch ein Streifenwagen hinzu.
Die Beamten gaben dem Fahrer mehrfach Anhaltezeichen. Doch der 19-Jährige aus Rheydt stoppte nicht, sondern flüchtete mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Autobahn A 52. Auf der Autobahn versuchten mehrere Streifenwagen, den Flüchtenden gemeinsam auszubremsen. Dies misslang jedoch, weil der Fahrer immer wieder versuchte, die Einsatzfahrzeuge zu rammen.
In Neuwerk verließ der Rheydter schließlich die Autobahn und fuhr über die Krefelder Straße in Richtung Innenstadt. Dort konnte ein Streifenwagen den Fiat Punto so abdrängen, dass er hinter einem Polizeifahrzeug anhalten musste. Die Beamten sprangen aus ihrem Auto. Plötzlich gab der 19-Jährige wieder Gas und steuerte auf den 29 Jahre alten Polizisten zu. Bei dem Sprung über die Motorhaube blieb Beamte zum Glück unverletzt.
Der Rheydter setzte seine Flucht unbeirrt fort und missachtete dabei alle Verkehrsregeln. Schließlich griffen auch Mönchengladbacher Polizeikräfte in das Einsatzgeschehen ein. Auf der Johannesstraße wurde der Fiat Punto endgültig von drei Streifenwagen eingekreist und gestoppt. Der Fahrer leistete bei der seiner Festnahme heftigen Widerstand. Da er unter Alkoholeinfluss stand, wurde eine Blutentnahme angeordnet.
Ein Richter schickte den 19-Jährigen gestern Nachmittag in Untersuchungshaft. Denn der Mann aus Rheydt ist bereits wegen Diebstahls, Drogendelikten, Körperverletzungen und zahlreichen anderen Delikten polizeibekannt. Den Fiat Punto hatte er übrigens vorher bei einem Autohändler gestohlen. Er hatte angegeben, eine Probefahrt machen zu wollen, und war nicht mehr zurück gekommen.
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