Mönchengladbach: Aufstand in der Zulassungsstelle
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 11.06.2010Mönchengladbach (RPO). Nach den zwei Horrortagen in der Zulassungsstelle hat sich die Situation wieder etwas normalisiert. Aber es gibt immer noch viel zu tun, und wenig Mitarbeiter. Drei Kräfte sind krank. Auch der Leiter der Dienststelle befindet sich im Krankenstand.
Andere haben Urlaub. Mit vier Mitarbeitern ist zurzeit nicht nicht einmal die Hälfte im Einsatz. Gleichzeitig brummt es in den Räumen an der Rheinstraße. Wie Insider berichten, denken etliche Kräfte über eine Versetzung nach. Einige sollen schon einen Antrag gestellt haben. Der Leiter der Dienststelle gehört, wie man munkelt, dazu, auch wenn es in seinem Fall andere Gründe gibt.
Nach den zwei Super-Gau-Tagen in der Zulassungsstelle mit 300 und mehr Kunden (im Schnitt sind es 150) sind die Wartezeiten für Kunden nicht mehr ganz so lang. Gestern saßen um 16 Uhr noch 30 Kunden in der Zulassungsstelle und warteten bis darauf, bedient zu werden. Maximale Wartezeit: zwei Stunden. Am Montag mussten Besucher dagegen bis zu fünf Stunden ausharren. Manche hatten doppeltes Pech: Trotz langer Wartezeit wurden sie nicht bedient. Gegen 16.30 Uhr wurden sie vom kommissarischen Leiter unverrichteter Dinge hinauskomplimentiert. Und das, obwohl sein Vorgesetzter, Dezernent Peter Holzenleuchter, kurz vorher öffentlich versichert hatte: "Niemand wird abgewiesen. Alle werden bedient" Dass dieses Versprechen eine Stunde später an der Rheinstraße gebrochen wurde, kommt einem kleinen Aufstand gleich.
Wie aus den Mitarbeiterkreisen zu hören ist, bedeutet der Dienst in der Zulassungsstelle häufig Stress. Schwierige Entscheidungen habe immer der Leiter gefällt. Der ist jetzt krank, seine Stellvertreterin auch. Und der kommissarische Leiter, der früher die Führerscheinstelle führte, die Ende März mit der Zulassungsstelle zusammengelegt wurde, ist noch nicht eingearbeitet. Auch das trage zu längeren Wartezeiten bei, meinen Insider.
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