Mönchengladbach: Autofahrer – aufgepasst
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 21.04.2008Mönchengladbach (RPO). Affenfelsen, Berliner Platz, Rheydter Ring: Hier müssen Pkw-Fahrer besonders auf den Straßenverkehr achten, um nicht in Unfälle zu geraten. Fahrlehrer Volker Kusch erklärt die kniffligen Situationen und fordert mehr Rücksicht.
Volker Kusch kennt die Straßen Mönchengladbachs in- und auswendig. Seit zwölf Jahren ist der 39-Jährige Fahrlehrer. Täglich bringt er Fahrschülern bei, wie man sein Auto sicher durch die Straßen steuert. „Im Gegensatz zu Großstädten ist es in Gladbach einfach“, sagt er. Denn es gibt nur wenige Einbahnstraßen, kaum enge Gassen und keine Straßenbahn. Dennoch wird es an Knotenpunkten im Zentrum eng. Volker Kusch stellt die Gefahrenpunkte vor. Affenfelsen Es gilt, wie überall im Straßenverkehr, vorausschauend zu fahren. Wer vom Vitusbad kommend die zweite Ausfahrt im Kreisverkehr Richtung Bellstieg nimmt, der muss eine enge Rechts-Links-Rechts-Schikane meistern, um nicht auf die falsche Bahn zu geraten. „Das probe ich extra mit den Fahrschülern“, sagt Kusch. „Hier muss man weit vorausschauen und schnell reagieren.“
Gleiches gilt für jene, die von der Krefelder Straße aus den Affenfelsen ansteuern. Zunächst gibt es zwei Spuren, die sich im Kreisel auf drei ausweiten: zwei Richtung Europaplatz, eine zum Vitusbad. „Sobald man die Ausfahrt Richtung Hauptbahnhof nimmt, reduzieren sich die zwei Spuren nach der Kurve direkt wieder auf eine – und das in nur wenigen Metern“, warnt Kusch vor Unfällen. Bahnunterführung Bismarckstraße
Wer von der Rathenaustraße rechts in die Erzbergerstraße abbiegen will, muss zweierlei beachten. „Kommt es zu einem Rückstau, bleiben viele auf dem roten Fahrradweg stehen“, sagt Kusch. Das ist ebenso wenig erlaubt wie Halten auf dem Zebrastreifen. „Der ist tabu“, sagt Kusch. „Wenn links von der Bismarckstraße ein Auto kommt, muss ich aber halten und blockiere die Fußgänger.“
Wer von der Kaiser-Friedrich-Halle die Kreuzung ansteuert, bekommt es schon zuvor mit einer kniffligen Ampel zu tun. Während auf der zweispurigen Straße die Ampel rechts grün wird, zeigt die Anlage über der linken Spur noch rot – obwohl beide Spuren geradeaus führen. „Hier ziehen Autos von der linken Spur oft mit und begehen so einen Rotlicht-Verstoß“, warnt der Fahrlehrer. Berliner Platz Gleich zwei gefährliche Stellen: Wer aus Rheydt kommt und links abbiegt, ordnet sich auf den beiden Abbiegespuren ein. „Das Rechtsfahrgebot besagt, dass ich mich dann auf der rechten Spur halten soll“, erklärt Kusch. „Wenn ich das aber mache und mich an die Straßenmarkierung in der Kurve halte, lande ich automatisch rechts auf der Stepgesstraße.“ Wer stadtauswärts möchte, muss sich komplett links halten. „Viele ziehen in der Kurve spontan rüber und verursachen gefährliche Situationen.“
Wer umgekehrt von der Stepgesstraße kommend am Berliner Platz links abbiegen möchte, findet zwar eine übersichtliche Beschilderung, dennoch ordnen sich nur wenige schon zuvor gemäß der Verkehrsführung ein. „Ein Riesenproblem“, sagt Volker Kusch. Aus den drei Spuren werden in der Kurve nämlich sechs: zwei zum Hauptbahnhof, zwei nach Korschenbroich, zwei nach Rheydt. Rheydter Ring Wer von der Friedrich-Ebert-Straße Richtung Hauptbahnhof Rheydt fahren will, muss aufpassen. Denn wer an der Kreuzung mit der Bachstraße zu schnell geradeaus will, verlässt oft seine Spur oder landet wegen der Kurve (die es auf Grund der doppelten Rechtsabbiegespur gibt) fast auf der Gegenfahrbahn. „Wie überall in der Stadt, sollte man sich hier unbedingt an das Tempo-Limit halten, um Unfälle zu vermeiden.“
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