Mönchengladbach: Bagel: 2,5 Millionen Euro für 180 Entlassene
zuletzt aktualisiert: 01.05.2008Mönchengladbach (RPO). Die 180 Mitarbeiter, denen das Tiefdruck-Unternehmen Schwann -Bagel (TSB) kündigen will, werden mit insgesamt 2,5 Millionen Euro abgefunden. „Bescheiden“ nannte die Gewerkschaft Verdi gestern diesen Betrag, den TSB bereitstellt.
Die Belegschaft sei zutiefst enttäuscht und empört. Auf juristischem Weg anfechten will Betriebsratsvorsitzender Malte Schaidel den mit einem Einigungsstellenspruch festgelegten Betrag nicht: „Die Chancen sind zu gering“, sagt Schaidel.
Die geplanten Kündigungen bei TSB waren Ende März bekannt geworden. Wegen einer schwierigen Lage auf dem Markt für Tiefdruck-Produkte müssten Kosten gesenkt werden, so das Unternehmen. Das druckt in Neuwerk unter anderem Magazine und Werbebeilagen. Dem nun gefällten Spruch der Einigungsstelle gingen Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern in einer Einigungsstelle voraus. Der saß laut Betriebsrat ein Arbeitsgerichtsdirektor vor.
In den Gesprächen prallten unvereinbare Vorstellungen aufeinander. „Verdi hat exorbitante 6,5 Millionen Euro gefordert. Das hat eine Einigung schwierig gemacht“, meinte TSB-Geschäftsführer Dr. Udo Bogner gestern. Der Spruch sei auf Grund von Zahlen getroffen worden, die eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Lage von TSB ermittelt habe. Verdi habe sich diese Gesellschaft gewünscht.
Die meisten der 180 Kündigungen, die TSB ab Mai ausspricht, erhalten Mitarbeiter der Abteilung Weiterverarbeitung. Fast 50 Prozent der Leistungen der Abteilung sollen an eine Darmstädter Firma vergeben werden. Am Tiefdruck in Mönchengladbach halte TSB fest, so Bogner. 2008 würden dort rund sieben Millionen Euro investiert.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





