Mönchengladbach: Bahn-Ausfall: Zwölf Züge fahren nicht
VON DIETER WEBER - zuletzt aktualisiert: 12.12.2009Mönchengladbach (RPO). Auf der Strecke des Regionalexpress 13 zwischen Venlo über Mönchengladbach, Düsseldorf, Wuppertal und Hagen gibt es ab kommenden Sonntag bis Mittwoch, 23. Dezember, einen Notfahrplan.
Insgesamt zwölf Züge fallen komplett aus. Der Endpunkt Hamm wird von dieser Linie gar nicht mehr angefahren. Zwischen Venlo und Mönchengladbach verkehren die Züge zwar planmäßig, die Weiterfahrt mit dem RE 13 ist aber nur eingeschränkt möglich: Samstags und sonntags überhaupt nicht, von Montag bis Freitag werden morgens und nachmittags jeweils drei Züge eingesetzt. Wie es nach dem 23. Dezember auf der Strecke weitergeht, ist noch völlig unklar. "Das ist völlig unakzeptabel. Der Notfallplan darf keine längere Lösung werden", sagt der SPD-Politiker Lothar Beine, der für die Stadt im Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) sitzt.
Der Notfallplan wird notwendig, weil 14 der insgesamt 18 neuen "Flirt"-Züge der Eurobahn keine Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt (EBA) bekamen. Der zur Keolis-Gruppe gehörende private Bahnbetreiber hatte die Ausschreibung des VRR für die Linie RE 13 von Venlo nach Hamm gewonnen und sich dabei gegen den Mitbewerber Deutsche Bahn Regio durchgesetzt. Jetzt kommt es zu der kuriosen Situation, dass die Deutsche Bahn den Notfallplan sicherstellt: Ihre Uralt-Züge fahren bis auf Weiteres auf der RE-13-Strecke und gewährleisten den Transport.
Härtefälle sind nicht auszuschließen. Wer zum Beispiel bislang kurz vor sechs Uhr Mönchengladbach mit dem RE 13 verließ, um rechtzeitig vor sieben Uhr in Düsseldorf und Wuppertal zu sein, muss jetzt ausweichen – entweder auf die S-Bahn oder auf den Regionalexpress 4. Bahnkunden hatten sehr auf die Eurobahn gehofft, deren Triebwagen hochmodern ausgestattet sind und den bisherigen Wagen der DB Regio in Service, Komfort und Sicherheit eindeutig überlegen sind.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







