Mönchengladbach: Bankräuber-Bande gefasst
zuletzt aktualisiert: 08.01.2010Mönchengladbach (RPO). In Bocholt hat die Polizei eine Bankräuberbande gefasst, deren Mitglieder im Verdacht stehen, zwölf Geldinstitute am Niederrhein und im Ruhrgebiet überfallen zu haben. Dabei wandten sie immer wieder die gleiche Masche an, die auch in Mönchengladbach bekannt ist. Wie am 22. Dezember in der Sparkassen-Hauptstelle am Bismarckplatz betraten immer zwei unmaskierte Männer die Schalterhalle, stellten sich an der Kasse an, warteten, bis sie an der Reihe waren und bedrohten dann – von den übrigen Kunden meist unbemerkt – den Kassierer mit einer Pistole.
Nach intensiven Ermittlungen der Polizei in Recklinghausen und der Staatsanwaltschaft Essen konnten zehn Männer gefasst werden. Vier der Festgenommenen standen kurz davor, ein Kreditinstitut in Düsseldorf zu überfallen, teilte die Polizei in Recklinghausen mit. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden Beweismittel wie Tatkleidung, Schusswaffen und eine nicht geringe Menge Heroin sichergestellt.
Von der zehnköpfigen Gruppe, die die Überfälle in wechselnder Beteiligung verübte, befinden sich noch acht Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Beschuldigten im Alter von 22 bis 32 Jahren sind teilweise geständig und kommen aus Osteuropa. Sie hielten sich laut Polizei in Deutschland illegal auf und verfügten teilweise über gefälschte Ausweispapiere. Bei den verwendeten Schusswaffen handelte es sich um Gaswaffen.
Die Männer, die am 22. Dezember die Sparkasse in Mönchengladbach überfielen, gehören nicht zu den Festgenommenen, sagte Michael Franz, Sprecher der Polizei in Recklinghausen. Ob sie zu der Bankräuber-Bande gehören, ist noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern noch an.
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