Mönchengladbach: Bankräuber schweigt
zuletzt aktualisiert: 29.07.2008Mönchengladbach (RPO). Der Polizist, der am Montag vergangener Woche die Sparkassen-Geschäftsstelle in Hardterbroich überfiel, schweigt beharrlich. Der 53-jährige Oberkommissar sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Er hat den Überfall zwar zugegeben, äußert sich aber nicht mehr zur Tat.
Deshalb laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, und sie konzentrieren sich im wesentlichen auf das Umfeld des mutmaßlichen Räubers. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, ob er für weitere Taten in Frage kommt.
Im Polizeipräsidium ist bei den Kollegen des zuletzt im Verkehrsdienst tätigen 53-Jährigen der Schock nach wie vor groß, dass ausgerechnet ein Polizist die Tat begangen hat. Spiertz: „Wer mit Herz und Seele Polizist ist, wird doch niemals einen bewaffneten Banküberfall begehen. Ich hätte ihm so etwas niemals zugetraut.“
Vor elf Jahren war der mutmaßliche Räuber in positiven Schlagzeilen, nachdem er bei einem Brand an der Volksgartenstraße eine Frau und vier Kinder gerettet hat. Der Mann, der eine vierstellige Summe erbeutete, war seit 31 Jahren im Polizeidienst.
Auf die Schliche kamen ihm seine Kollegen, weil er ein Fahrrad als Fluchtfahrzeug nutzte, das er kurz vor dem Überfall vom Gelände des Polizeipräsidiums gestohlen hatte.
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