Mönchengladbach: Betreiber setzte Bordell selbst in Brand
zuletzt aktualisiert: 14.01.2009 - 12:41Verantwortlich für die Brandstiftung in einem Bordell an der Rheydter Straße im September soll der 26-jährige Clubbetreiber selbst sein. Er kam am Dienstag in Untersuchungshaft. Bei dem Brand wurden sechs Menschen verletzt, einer davon lebensgefährlich.
Bereits wenige Tage nach der Tat lautete das eindeutige Ergebnis der Untersuchungen der Brandsachverständigen des LKA und der Brandermittler der Kriminalpolizei: Es war Brandstiftung. Da es am Brandort zur Tatzeit zu einer Verpuffung gekommen war und bei der Spurensuche Brandbeschleuniger festgestellt wurde, hatten sich die Ermittlungen gleich auf die kriminaltechnischen Untersuchungen konzentriert.
So konnte durch Gutachten ausgeschlossen werden, dass in den Club vor der Verpuffung eingebrochen wurde. Weitere Ermittlungen ergaben, dass außer dem Clubbetreiber, einem 26-jährigen Mann aus Rheydt, niemand über einen Schlüssel zu den Räumen verfügte, teilt die Polizei mit.
Letztlich konkretisierte sich ein Tatverdacht gegen den 26-jährigen Clubbetreiber. Dazu führte auch die Aussage des schwerstverletzten 42-jährigen Hausbewohners, der erst im Dezember aus einem künstlichen Koma geweckt wurde.
Dieser hatte den 26-jährigen kurz vor der Entdeckung des Brandes seinerseits aus dem Haus laufen sehen. Am Tatort aufgefundene DNA belastete den 26-Jährigen zusätzlich, so dass er festgenommen wurde. In seiner Vernehmung stritt der 26-Jährige die Tat ab, verwickelte sich aber in Widersprüche.
Der 26-Jährige wurde am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit besonders schwerer Brandstiftung und schwerer Körperverletzung Untersuchungshaft an.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





