Mönchengladbach: Bewerbungstraining und Gummi-Twist
zuletzt aktualisiert: 15.11.2007Mönchengladbach (RPO). Gemeinschaftshauptschule FrankFurter Strasse Die erweiterte Ganztagsschule, die mitten in der Rheydter Innenstadt liegt, hat Schüler aus 26 Nationen. Deshalb wird viel Wert auf Zusammenhalt und Vorurteilsfreiheit gelegt. Gegen Bewegungsarmut gibt es zahlreiche Angebote wie Step-Aerobic.
Wie viele Schüler besuchen Ihre Schule, wie viele Schüler gehen im Schnitt in eine Klasse?
Ursula Lenzen Zirka 370 Schüler. Im Schnitt besuchen 24 Schüler eine Klasse.
Wie ist das Zahlenverhältnis Lehrer/Schüler?
Ursula Lenzen 1 : 17.
Wie ist die Stellenbesetzung an Ihrer Schule? Gibt es Schulsozialarbeiter?
Ursula Lenzen Wir verfügen über 23 Lehrkräfte, die aufgrund von Teilzeitbeschäftigung, Altersteilzeit und anderen schulisch bedingten Zusatzaufgaben im Schnitt 23 Stunden in der Woche unterrichten. An drei Vormittagen steht den Schülern ein Sozialarbeiter für Gespräche zur Verfügung. Zusätzlich beschäftigt die Schule Honorarkräfte für die Ganztagsbetreuung der – zunächst – 5. und 6. Schuljahre. Ab 2008/2009 soll der Ganztagsbetrieb auch für weitere Schuljahre geöffnet werden.
Kontakt
Wer mehr wissen möchte Gemeinschaftshauptschule Frankfurter Straße, Frankfurter Straße 12, Tel. 0 21 66 / 4 85 12 Fax: 0 21 66 / 4 77 26, E-Mail: 138381@schule.nrw.de.
Tag der offenen Tür 22. und 23. Januar, 8 bis 13 Uhr.
Wie schätzen Sie den Unterrichtsausfall an Ihrer Schule ein, wodurch ist er bedingt?
Ursula Lenzen Die Grundversorgung ist gewährleistet. Lediglich bei hohem Krankenstand kommt es zu personellen Engpässen.
Wie beurteilen Sie den Zustand der Schule hinsichtlich Gebäude, Raumangebot, technischer Ausstattung?
Ursula Lenzen Das Gebäde ist teilweise sanierungsbedürftig. Wir verfügen über einen Technikraum mit Töpferofen und Drehbank und der Möglichkeit Holzsägearbeiten durchzuführen. Die technische Ausstattung mit zwei Medienräumen ist zufriedenstellend. Außerdem gibt es eine Küche. Die gemeinsam zubereiteten Mahlzeiten werden in einem Speiseraum in Klassengröße eingenommen. Renovierungsarbeiten, wie Anstrich der Klassen und Toiletten oder auch die Ausstattung und Gestaltung eines Streitschlichtungszimmers und eines Fitnessraumes wurden in Eigeninitiative durchgeführt. Der Bau einer Mensa ist geplant.
Welche zusätzlichen Lernangebote neben Pflichtunterricht bieten Sie an?
Ursula Lenzen „Soziales Lernen“ durch Schulsozialarbeiter, Streitschlichtung, Gartenarbeiten, Aktivitäten, die das äußere Erscheinungsbild der Schule aufwerten. Hierzu gehört unter anderem auch das gemeinsame Bemalen der Schulflure mit Hundertwasser- und Keith-Haring-Motiven. Weitere Angebote sind Töpfern, Technik, Tiffany, Holzarbeiten, Kochen, künstlerisches Gestalten, Entspannung, Fitness und Step-Aerobic. Kinder werden bei uns an Gesellschaftsspiele herangeführt und haben die Möglichkeit, unter Anleitung vielfältige Beschäftigungs-Erfahrungen zu sammeln, die früher noch im Elternhaus oder beim Spiel miteinander „auf der Straße“ erlernt wurden.
Welche Fremdsprachen bieten Sie an, auch in Form von AG?
Ursula Lenzen Englischunterricht findet ab Klasse 5 statt, Polnisch und Türkisch im Nachmittagsbereich.
Nimmt Ihre Schule an Schülerwettbewerben teil? Welche Trophäen (Urkunden) stehen in Ihrer Vitrine?
Ursula Lenzen Sport, hier vor allem Fußball und Schwimmen.
Beschreiben Sie bitte in zwei Sätzen das Profil Ihrer Schule.
Ursula Lenzen Unsere Schule liegt im Kern der Rheydter Innenstadt. Wir legen Wert auf überschaubare Schulklassen und enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte. Die Schule soll einen geschützten Raum bieten. Kinder kommen oft aus gestörten Verhältnissen zu uns und benötigen klare Strukturen und Regeln. Wir trainieren den Umgang mit Konflikten, Anti-Gewalt und Streitschlichtung. Unsere Schüler nehmen im Klassenverband jedes Jahr am Religiösen Werktag teil, der von der Pfarre St. Josef gestaltet wird. An der Heiligtumsfahrt nahmen zirka 100 Schüler teil. Erstmalig in diesem Jahr ist die Information und Beratung der Mädchen durch eine Frauenärztin. Im kommenden Jahr haben Schüler der Klassen 6 die Gelegenheit, an einer Skifreizeit in Berchtesgaden teilzunehmen.
Haben Sie eine eigene Homepage im Internet?
Ursula Lenzen www.hauptschule-frankfurter.hsnr.de
Gibt es Kooperationen mit Firmen oder anderen Institutionen?
Ursula Lenzen Wir arbeiten zurzeit an einem „Pool“ mit mehreren Firmen aus unterschiedlichen Branchen. Zu den mit diesen Firmen vorgesehenen und teilweise bereits durchgeführten Maßnahmen gehören u. a. Betriebspraktika und -besichtigungen, Schnuppertage in Kleingruppen in den Betrieben und Vorstellung der Firmen durch Verantwortliche in den Klassen.
Welche berufsvorbereitenden Maßnahmen bieten Sie an?
Ursula lenzen In den 9. und 10. Schuljahren finden dreiwöchige Betriebspraktika statt. In der Vergangenheit haben wir z. B. an der Aktion „Bosse in Schulen“ der IHK teilgenommen. Regelmäßig nehmen unsere Schüler die Veranstaltungen „Beruf konkret“ und „MG zieht an“ wahr. Intensiv wird die Erstellung von Bewerbungsmappen und das Bewerbungsgespräch trainiert. Unsere Schüler werden auf Eignungs- und Einstellungstests vorbereitet. Unsere Frühabgänger versuchen wir, in geeignete Fördermaßnahmen zu vermitteln.
Gibt es ein Ganztagsangebot? Über-Mittag-Betreuung? Gesundes Frühstück?
Ursula Lenzen Wir sind eine Hauptschule mit erweitertem Ganztag im Aufbau. Schüler betreiben in den Pausen den Verkauf von Getränken, Brötchen und Baguettes. Unser Ziel ist es, jedem Kind eine warme Mahlzeit zu bieten. Inzwischen gibt es „Mittagspaten“ und externe Sponsoren, so dass zwei Drittel unserer Ganztagsschüler ein warmes Essen einnehmen können.
Wenn Sie in zwei Sätzen erklären sollten, weshalb Eltern ihre Kinder auf Ihre Schule anmelden sollen, was sagen Sie?
Ursula Lenzen Wir versuchen, die Kinder da abzuholen, wo sie stehen. Mit vielfältigen Angeboten, wie „Lernen lernen“, kooperativem Lernen und spezieller Förderung in Kleinstgruppen bemühen wir uns, die Kinder in ihrer sozialen Entwicklung zu stabilisieren und Lerndefizite auszugleichen. Wir legen großen Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. anderen betreuenden Institutionen.
Gibt es etwas, was nur Ihre Schule bietet?
Ursula Lenzen Im 5. Schuljahr betreiben wir intensive Diagnostik mit Hilfe von professioneller Seite, damit wir die Förderung für die Kinder so individuell wie möglich gestalten können. Fußball-AG und ganz neu eine Step-Aerobic und Fitness-AG. Durch klassenübergreifende Aktivitäten bemühen wir uns, das Bewusstsein der Kinder für die Gemeinschaft stärken und Vorurteile in unserem „multikulturellen Mikrokosmos“ (Schüler kommen aus 26 Nationen) abzubauen. Wir beobachten die zunehmend erheblichen Bewegungsdefizite bei den Kindern mit großer Sorge. Spiele wie Gummi-Twist, Seilchenspringen oder „Blinde Kuh“ erfahren unsere Kinder in der Schule zum 1. Mal. Augenblicklich beschäftigt uns ein Varieté-Projekt, das Ende Januar aufgeführt werden soll. Diese Angebote finden in den „Mittags- bzw. Nachmittagszeiten“ statt.
Aus welchen Stadtteilen kommen die Schüler?
Ursula Lenzen Rheydter Innenstadt.
Wie viele Schüler machen einen 10a-Abschluss, wie viele einen 10b-Abschluss?
Ursula Lenzen 10A Abschluss: 33 Prozent 10B Abschluss: 15, 10B-Abschluss mit Qualifikationsvermerk: 15 Prozent.
Wie viele finden einen Ausbilungsplatz?
Ursula Lenzen Es sind weniger als zehn Schüler eines Jahrgangs, die direkt nach der Schule eine Ausbildung beginnen. Die meisten gehen weiter in verschiedene Bildungseinrichtungen (zum Beispiel Berufskollegs oder Weiterbildungskollegs), um einen höherwertigen Schulabschluss zu erlangen.
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