Mönchengladbach: Blauzungenkrankheit rückt näher
VON GABI PETERS - zuletzt aktualisiert: 26.08.2006Mönchengladbach (RPO). Auf Anordnung des Landwirtschaftsministeriums sind in Mönchengladbach in den vergangenen zwei Tagen auf elf Höfen 330 Schafe, Ziegen und Rinder tierärztlich untersucht worden. Der Grund: Die für Schafe tödliche Blauzungenkrankheit rückt näher. In Mönchengladbach fanden die Veterinärmediziner bei ihren Stichproben-Untersuchungen keine Anzeichen der für Wiederkäuer gefährlichen Viruserkrankung.
Zu Beginn der Woche war die Tierseuche in Aachen und Düren nachgewiesen worden. Mittlerweile hat die Krankheit auch die Kreise Heinsberg und Euskirchen erreicht. Das Gefährdungsgebiet wurde deshalb auf den Rhein-Erft-Kreis und den Kreis Euskirchen ausgedehnt. Dort müssen Wiederkäuer nachts in den Stall, es gilt ein Transportverbot, und außerdem müssen die Tiere behördlich untersucht werden. Mönchengladbach ist bisher nicht von den Reglementierungen betroffen. Es gelten hier aber die Maßnahmen für das 150 Kilometer umfassende Sperrgebiet, wie gestern aus der städtischen Pressestelle mitgeteilt wurde. Das bedeutet: Wiederkäuer dürfen nur in Einzelfällen und mit besonderer Ausnahmegenehmigung des Veterinäramtes das Sperrgebiet verlassen.
Bei einer weiteren Ausbreitung der für Menschen ungefährlichen Krankheit müsse jedoch mit strengeren Maßnahmen gerechnet werden, sagt Dr. Ferdinand Schmitz, stellvertretender Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Alle Mönchengladbacher, die Wiederkäuer halten, das aber noch nicht amtlich gemeldet haben, werden dringend gebeten, dies unter % 0 21 61 / 25 28 31 unverzüglich nachzuholen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






