Mönchengladbach: Blutspur durch Odenkirchen
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 02.06.2009Mönchengladbach (RPO). Zwei Schwerverletzte, Blutspuren gleich auf mehreren Straßen in der Odenkirchener Innenstadt, zehn Stunden andauernde Absperrungen wegen der Ermittlungsarbeiten – das sind die Folgen einer eskalierten Prügelei zwischen jungen Männern in der Nacht zu Samstag.
Acht Deutsche, Russlanddeutsche und Türken zwischen 18 und 20 Jahren, die meisten von ihnen der Polizei einschlägig bekannt, verwickelten sich am Martin-Luther-Platz aus nichtigem Anlass in eine brutale Schlägerei. Offenbar hatte einer der jungen Männer einen anderen wegen seines Handys verspottet.
Daraufhin droschen die Männer mit abgeschlagenen Bierflaschen aufeinander ein und jagten sich quer durch die Odenkirchener Innenstadt. Zwei 19-Jährige wurden dabei so schwer verletzt, dass die Ärzte zeitweilig von akuter Lebensgefahr ausgingen. Einer der jungen Männer trug eine massive Schädelverletzung davon, ein anderer wurde an der Halsschlagader verletzt und verlor jede Menge Blut.
Die Blutspur zog sich bis zum Laurentiusplatz. Noch bis zum Samstagmittag musste die Polizei Teile der Odenkirchener Innenstadt abriegeln, um das Geschehen zu rekonstruieren. Etliche besorgte Bürger erkundigten sich bei der Polizei, was passiert sei.
Bis zu 20 Polizeibeamte waren bei den Ermittlungen im Einsatz. Wegen der Schwere der Verletzungen wurde zwischenzeitlich gar eine Mordkommission eingesetzt. Die konnte im Laufe des Tages aufgelöst werden, nachdem sich herausstellte, dass die Verletzungen nicht lebensbedrohlich waren.
Die Polizei nahm zwei junge Männer fest. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. In Odenkirchen war es zuletzt öfters zu Schlägereien gekommen. Daran waren nach Informationen der RP immer wieder Russlanddeutsche beteiligt.
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