Mönchengladbach: Borussia: Königs, Bonhof, Söllner bis 2013
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2010Mönchengladbach (RPO). Die Glückwünsche kamen von höchster Stelle. "Ich gratuliere Borussia, dass der Aufsichtsrat eine weise Entscheidung getroffen und Rolf Königs, Siegfried Söllner und Rainer Bonhof wieder das Vertrauen ausgesprochen hat", sagte Wolfgang Niersbach, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes in seiner Rede beim "Countdown" für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 gestern Abend in der VIP-Lounge des Borussia-Parks.
Kurz zuvor hatte das Kontroll-Gremium einstimmig für die dritte Amtszeit von Königs als Präsident des Fußball-Bundesligisten votiert – und danach auch den von Königs erneut vorgeschlagenen Vize-Präsidenten Söllner und Bonhof alle Stimmen gegeben. Das Trio wird Borussia bis 2013 anführen.
"Wir wollen mit der einstimmigen Wahl ein Zeichen für Kontinuität setzen", sagte Hermann Jansen, der Vorsitzende des Aufsichtsrats. "Kontinuität" ist auch Königs' Leitgedanke für die nächsten drei Jahre – wie auch zuvor. Doch hat das nicht funktioniert: Königs, der, so er bis 2013 im Amt bleibt, der nach Dr. Helmut Beyer (1962 bis 1992) der am zweitlängsten amtierende Präsident sein wird, und Söllner sind genau genommen die einzigen Konstanten, seit sie 1999 (damals mit Adalbert Jordan, der dann Wilfried Jacobs als Präsident beerbte; Königs übernahm nach Jordans Tod 2004) ins Präsidium berufen wurden: zwei Abstiege gab es und zwei Aufstiege, Michael Frontzeck ist der zehnte Trainer und Max Eberl der vierte Sportdirektor.
Dem sportlichen Auf- und Ab steht die wirtschaftliche Erneuerung Borussias gegenüber. "Rolf Königs hat den Verein, dessen finanzielle Situation sehr schlecht war, als er ihn mit Adalbert Jordan und Siegfried Söllner übernommen hat, wieder auf gesunde Beine gestellt. Die drei haben auch das neue Stadion realisiert. Da ist die Basis für die Zukunft", sagte Rainer Bonhof, der seit Februar 2009 den zuvor fünf Jahre vakanten dritten Präsidiumsposten besetzt. "Es ist eine große Herausforderung, den langen und schwierigen Weg, den wir bei Borussia seit 1999 eingeschlagen haben, fortzusetzen", sagte Königs.
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