Mönchengladbach: Brennpunkt Mülforter Zeugfabrik
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 12.09.2008Mönchengladbach (RPO). Nach dem Großbrand auf dem Gelände der früheren Mülforter Zeugdruckerei ging am Donnerstag die Ursachenforschung los. Nachdem die Feuerwehr am Morgen zwei neue Brandnester gelöscht hatte, wurde auch die Zugstrecke zwischen Rheydt Hauptbahnhof und Odenkirchen wieder freigegeben.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache mittlerweile aufgenommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Jugendliche auf dem Gelände mit Feuer gespielt haben. Zeugen wollen Jugendliche und Kinder von dem Gelände wegrennen gesehen haben.
Dass Fremde sich häufig auf dem Gelände aufhalten, ist ein Riesenproblem für die Stadt. Und ein Ärgernis. Denn der Stadt gehört das Gelände nicht, weil aber kein Eigentümer sich zuständig fühlt, musste das Bauordnungsamt insgesamt 21 Mal seit der Insolvenz der Fabrik im Jahr 2002 ausrücken und das Gelände sichern. In dieser Zeit hatte die Feuerwehr vier Großeinsätze, und einmal mussten Fässer mit gefährlichem Inhalt entsorgt werden, die jemand in einer der Hallen „endgelagert“ hatte. Und der Boden ist so verseucht, dass das Gelände Eingang ins Altlasten-Kataster gefunden hat.
Immer wieder wurden die Absperrungen auf dem Gelände aufgebrochen. Die meisten Gebäude sind einsturzgefährdet. Für die Stadt ein Problem, denn sie hat hohe Unkosten für ein Gelände, das ihr nicht gehört. Ein Eigentümer ist der Stadt seit der Insolvenz der Mülforter Immobilienverwaltung GmbH und Co. KG derzeit nicht bekannt. Die Stadt muss jedoch für den Eigentümer handeln.
Derweil sucht die Stadt nach dem Eigentümer. Von einer Bank sei eine Kontaktperson benannt worden, hieß es. In der kommenden Woche beraten Fachämter, Oberbrügermeister Norbert Bude und Stadtkämmerer Bernd Kuckels darüber, wie die Stadt mit dem Gelände weiter vorgehen kann.
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