Mönchengladbach: CDU-Rheydt: Streit beschert Mitglieder-Boom
VON RALF JÜNGERMANN - zuletzt aktualisiert: 16.04.2008Mönchengladbach (RPO). Sie könnten sich das neue Café Pflaster als Erfolg an die Fahne heften, sie könnten in der aufgeladenen Debatte um das Pahlkebad mit Fakten für mehr Ruhe sorgen. Doch dazu ist die CDU Rheydt im Moment viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
Auch fünf Wochen nach den Vorstandswahlen halten drei der fünf Ratsherrn aus Rheydt-Mitte die Abstimmung für ungültig. Der Versuch, bei einer Vorstandssitzung wieder zu einer gemeinsamen Basis zu kommen, endete ohne nennenswertes Ergebnis. So wird nun endgültig das Schiedsgericht der Kreispartei entscheiden müssen, ob der Vorstand um den Vorsitzenden Peter Uhler im Amt bleiben kann oder ob noch einmal neu gewählt werden muss.
Der Kreispartei-Vorsitzende Norbert Post ist wenig erfreut über die Rheydter Streithähne. „Wenn man innerhalb einer Partei die Paragraphen bemühen muss, leidet die politische Praxis“, mahnt Post. Entzündet hatte sich der Streit um die Frage, ob gerade erst eingetretene Mitglieder bei den Wahlen zum Vorstand mit stimmen dürfen. Kurz vor der Wahl war ein gutes Dutzend neuer Mitglieder zum Stadtbezirksverband gestoßen – offenbar in der Absicht, Einfluss auf die Zusammensetzung des Vorstands zu nehmen. Da einige von den Neuen wählen durften, andere jedoch nicht, halten die drei Ratsherrn Joachim Roeske, Michael Déjosez und Wolfgang Wolff die Wahl für ungültig. Der Vorsitzende Peter Uhler ist hingegen sicher, dass das Verfahren korrekt war. Das muntere Mitglieder-Werben hält derweil an. Mittlerweile soll es über 40 Eintritte in die Partei geben.
Denkbar ist auch, dass der Streit bei einer neuerlichen Mitgliederversammlung zum Thema wird. Wenn 25 Prozent der Mitglieder eine Versammlung beantragen, muss diese nach den CDU-Statuten auch abgehalten werden. Laut Peter Uhler soll es am kommenden Dienstag eine neuerliche Vorstandssitzung zu dem Thema geben.
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