Mönchengladbach: Cheerleader mit Herzblut
VON RITA ROMMERSKIRCHEN - zuletzt aktualisiert: 05.05.2010Mönchengladbach (RPO). Cheerleading ist mehr als Anfeuern: Die Mischung aus Tanzen, Bodenturnen und Akrobatik macht den Reiz dieser Sportart aus, dem nicht nur Mädchen erliegen. Die 1. Cheer Company Mönchengladbach hat derzeit rund 20 Mitglieder, darunter auch zwei Jungen. Ein Besuch beim Training.
In der Sporthalle des Schulzentrums Neuwerk geht es hoch her: Zwei Mädchen stehen in einer so genannten Pyramide hoch über dem Boden auf den Händen ihrer Vereinskolleginnen und versuchen, möglichst gerade zu bleiben. "Das Wichtigste ist die Sicherheit. Erst wenn die Basis-Figuren stimmen, kann damit begonnen werden, die Figur nach oben hin auszubauen", erklärt Christina Mituzaite, die von allen nur Kiki genannt wird.
Die 18-Jährige ist eine der vier Trainerinnen bei der 1. Cheer Company Mönchengladbach. Vor rund zwei Wochen ist der Verein in den Stadtsportbund aufgenommen worden. "Angefangen hat alles schon 1994 bei den Krefeld Chiefs und den Mönchengladbach Mavericks", berichtet Christina Mituzaite. Damals hieß ihre Gruppe noch "Sunshine Girls Cheerleader". Seit dem Jahr 2002 waren die Cheerleader Mitglied in der Turnerschaft Neuwerk. "Aber um uns besser strukturieren zu können, haben wir uns entschlossen, einen eigenen Verein zu gründen", sagt Christina Mituzaite
Die 1. Cheer Company Mönchengladbach hat derzeit rund 20 Mitglieder, darunter auch zwei Jungen. "Wer denkt, dass Jungen oder Männer hier sportlich nicht gefordert werden können, liegt falsch. Damit ist viel körperliche Anstrengung verbunden", erzählt die 16-jährige Michelle Bader. Denn eine Hebefigur, die im Training von fünf Mädchen auf dem Boden gehalten wird, wird sonst von einem Jungen allein gehalten. Vor sieben Jahren hat Michelle mit dem Cheerleading angefangen und ist immer noch begeistert von der Kombination aus Tanzen, Bodenturnen und Akrobatik. "Und natürlich gehört es für Mädchen irgendwie auch dazu, sich zu schminken oder die passenden Kostüme auszusuchen."
Weil der Verein aber noch ziemlich jung ist, musste vor zwei Wochen bei der Regionalmeisterschaft West auf Kostüme verzichten werden, stattdessen trugen alle Vereinsmitglieder dieselben Polo-Shirts. "Wir sind noch dabei, uns zu sortieren. Aber wir hoffen, dass uns die Vereinsgründung weiter bringt und wir noch gezielter an Projekten wie der Deutschen Meisterschaft arbeiten können", sagt Christina Mituzaite. Zurzeit trainiert die Cheer Company zwischen zwei- und dreimal in der Woche, um sich für die Auftritte bei den NVV Lions und verschiedene Wettkämpfe vorzubereiten.
"Wir Trainer würden manchmal gerne noch eine Übungseinheit mehr drauflegen, aber das wäre zu viel", sagt die 18-Jährige und lacht. Damit im Team ein guter Zusammenhalt herrscht, der auch wichtig für das Vertrauen untereinander ist, gibt es auch sogenannte Team-Building-Treffen, wo die Mannschaft nicht trainiert, aber über den Sport spricht. "Für uns gibt es eigentlich nichts Wichtigeres, als das Cheerleading. Das ist unser Hobby und da steckt viel Herzblut drin."
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