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Mönchengladbach: Choristocats im Sternenhimmel

VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 - 16:38

Mönchengladbach (RPO). 160 Sänger und Tänzer bewerben sich um die Hauptrollen im High School Musical. Der erste Teil des Recall ist gelaufen, am übernächsten Wochenende startet die zweite. Und dann werden Troy und Gabriella gesucht.

Dieter Bohlen mag zwar ein paar Millionen mehr Zuschauer haben, ob aber seine verbliebenen neun Superstar-Anwärter es mit den Choristocats aufnehmen können, darf ausdrücklich bezweifelt werden. Das, was die Jugendlichen von elf bis 20 Jahren stimmlich und tänzerisch auf die Bühne des Rheindahlener Schulzentrums brachten, war einfach gut, besser, am besten.

Das Projekt „High School Musical” ist in die heiße Phase getreten. Hunderte Bewerber hatten die Castings durchlaufen, 160 von ihnen kamen in den Recall. Die ersten 80 standen am Wochenende zum ersten Mal auf einer großen Bühne ­ mit aufwändiger Licht- und Tontechnik und vor begeistertem Publikum. Am 6. und 7. März sind die nächsten 80 Sänger und Tänzer an der Reihe.

In vier Mottoshows werden dann schließlich Gabrielle und Troy ermittelt. Das sind die beiden Hauptfiguren des High School Musicals, das im Juni aufgeführt wird. Das Tolle: Alle, die von der Jury nicht ausgewählt wurden und noch werden , sind dennoch weiter ­ in der Choristocats-Vocalband. Sie alle gehören zur „Factory of Musical Voices”, einem Pilotprojekt des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen.

Entsprechend gefasst waren deshalb auch die jungen Künstler, die am Ende des ersten Recalls ohne Urkunde nach Hause gehen mussten. „Die Jury hatte es nicht leicht”, sagt Hermannjosef Roosen, stellvertretender Landeschorleiter und Initiator des Riesenprojekts. „Am Ende haben wir uns für 25 Sänger und Tänzer entschieden, die in den Mottoshows auftreten werden.” Eigentlich sollten an diesem Wochenende nur 20 Teilnehmer mit Urkunden in die nächste Runde geschickt werden.

Das Lampenfieber war jede Sekunde spürbar. Die jungen Tänzer und Sänger hatten ihre Parts wochenlang geübt. Während die einen bereits ihren Auftritt hinter sich hatten, probten andere noch in den Fluren des Gymnasiums, im Foyer und draußen in der Kälte. Die Tänzer machten bis kurz vor ihrem Auftritt Dehnübungen. Das, was sie in ihren Kinderzimmern immer und immer wieder geprobt hatten, mussten sie nun auf der großen Bühne vor großem Publikum zeigen. „Ihr alle habt unglaublich viel Mut bewiesen”, sagte Roosen. „Dafür allein habt ihr absolute und ungeteilte Anerkennung verdient.”

Das Publikum sah das genau so. Und sparte auch nicht mit tosendem Applaus, wenn vor lauter Aufregung schon mal der Text verloren ging oder die Töne nicht ganz so sauber kamen, wie sie sollten. Die Jury ­ neben Hermannjosef Roosen Produzent Werner Peters, Heidi Neifer als Dance Coach und Nicole Pliquet als Performance Coach ­ war restlos begeistert. Selbst Patzer nahmen die Fachleute wohlwollend und mit großem Verständnis hin: „Das ist wirklich nicht schlimm!” Um sogleich zu erklären, wie so etwas zukünftig zu vermeiden oder auch zu überspielen ist. Werner Peters, Produzent von Dotter-Records, konnte nach dem ersten Recall vor Begeisterung nicht schlafen.

Nach dem letzten Aufritt setzte er sich hin und komponierte den Song „Einmal nach den Sternen greifen”. Der soll von den Choristocats aufgenommen und von den regionalen Radiostationen vorgestellt werden. Und am übernächsten Wochenende, Samstag und Sonntag, 6. und 7. März, jeweils ab 10 Uhr, treten die nächsten 80 Kandidaten im Rheindahlener Schulzentrum im Wettbewerb um die Teilnahme an den Mottoshows an. Die Veranstaltungen sind öffentlich. Der Gast bezahlt 10 Euro für beide Tage. Karten gibt es bei Lilo Straßburger, Mennrathhött 46, Telefon: 02161 580813 und im Memberspoint der Stadtsparkasse.

Die ersten Mottoshows sind am 10. und 11. April. RP-Leser dürfen sich demnächst bei uns Titel wünschen.

Quelle: RP

 
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