Mönchengladbach: Christen für den Umweltschutz
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009Mönchengladbach (RPO). Auf die Ergebnisse der Klimakonferenz in Kopenhagen will das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung nicht warten. Deshalb bietet es Kurse "Unsere Umwelt schützen – die Schöpfung bewahren" an.
Aus Sicht der Christen betrachtet ist die Umwelt nicht einfach ein abstraktes Gebilde, bei dem durch die globale Erwärmung die Polkappen abschmelzen und auch sonst einiges im Argen liegt. Die Umwelt, das ist Gottes Schöpfung, die es zu ehren und zu bewahren gilt. Deshalb ist jeder Einzelne gefragt. Auf handfeste Ergebnisse der Klimakonferenz in Kopenhagen jedenfalls will das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg nicht warten. "Jeder einzelne kann etwas für die Umwelt tun", ist Forum-Leiter Franz-Josef Uland überzeugt. Mit einer neuen Kurs-Reihe unter dem Titel "Unsere Umwelt schützen – die Schöpfung bewahren" will das Forum dabei helfen. Zwei Zielgruppen werden mit den insgesamt neun Kursen angesprochen: die Kirchengemeinden und Einzelpersonen.
Wettbewerb für Gemeinden
Für erstere haben sich Uland und seine Mitstreiter Hans-Peter Katz vom Dözesanrat der Katholiken sowie Reiner Lövenich, kirchlicher Umweltberater, als kleinen Anreiz einen Wettbewerb ausgedacht. Die Kirchengemeinden und kirchliche Institutionen in den Regionen Mönchengladbach und Heinsberg können sich dazu anmelden und sich im Energiesparen messen. Wer im Zeitraum von Oktober 2010 bis November 2011 die beste Energiespar-Bilanz ausweist, gewinnt Ökostrom im Wert von 750 Euro.
Mit einem Informationsabend zum Thema "Energie und Kosten sparen – für eine Kirche mit Zukunft" am 23. September 2010, im Haus der Regionen werden die Gemeinden auf den Wettbewerb vorbereitet. Basis des Abends ist ein Leitfaden der Energieagentur NRW mit zahlreichen Tipps. In einer zweiten Veranstaltung am 4. November geht es um die praktische Umsetzung der Tipps. In einem dritten Teil beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Schöpfungstheologie.
"Die Gemeinden können sich bis zu den Sommerferien anmelden", erklärt Uland. Anhand einer Checkliste nimmt jede Gemeinde ihre Energiedaten auf. Zusammen mit den Abrechnungen der letzten drei Jahre werden die Unterlagen zum Wettbewerb eingereicht. Während des Energiespar-Jahres können die Gemeinden bei Fragen immer wieder auf das Fachwissen von Umweltberater Reiner Lövenich zurückgreifen.
Aber auch für Einzelpersonen werden verschiedene Kurse angeboten: Vom "Autofasten", bei dem während der Fastenzeit auf Alternativen zum Auto ausgewichen wird, über die Frage zu Pflanzenölen als alternative Energielieferanten bis hin zu grünem Strom und energieeffizientes Bauen inklusive Exkursionen reichen die Themen der Seminare, die bereits im Januar beginnen.
Infos beim Katholischen Forum unter Tel. 02161 980639 und im Internet unter www.forum-mg-hs.de
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